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Artisten erstreiten sich gerichtlich Auftrittsmöglichkeit - Ab heute Vorführungen
WEIDENBERG Ab dem heutigen Freitag gastiert der Circus Williams auf einem Areal neben der Schulturnhalle ›05 aller Vorausicht nach. Denn der Zirkus (im übertragenen Sinne) hat bereits angefangen, Tage bevor der Circus Williams mit seinen zehn Leuten und rund 30 Tieren von Creußen kommend sich auf den Weg nach Weidenberg gemacht hat.
Ausgestattet mit einer einstweiligen Verfügung des Amtsgerichts Bayreuth sind die fahrenden Leute in Weidenberg eingetroffen. Bezüglich der Vorgeschichte gehen die Versionen auseinander, wer unkooperativ war und wer weniger freundlich und laut war beim Vorbringen seiner Wünsche und Positionen. Bei einer Gemeindeverwaltung und Zirkusleuten treffen offenbar höchst unterschiedliche Mentalitäten aufeinander.
Der Circus fühlt sich im Recht, ebenso wie die Gemeinde. Die Verwaltung im Rathaus hatte im Vorfeld zugesagt zu prüfen, ob der Festplatz in der Au zum gewünschten Termin frei ist; derweil hatten die Zirkusleute sich aber schon ein Grundstück von privat gesichert - ein Grundstück, das eigentlich der Gemeinde gehört. Zwischenzeitlich hatte der Circus Williams in Weidenberg schon Werbung aufgestellt, was die Gemeinde unterbinden wollte, auch das fragliche Grundstück wurde abgesperrt. Beim Verwaltungsgericht in Bayreuth, wo die Sache vor wenigen Tagen landete, stufte man das Ganze als privaten Streit ein, so dass das Amtsgericht sich mit dem Fall befassen musste - mit noch größerem Zeitdruck. Die Zirkusleute konnten ein Schriftstück des angeblichen Grundstückeigners (eines Landwirts aus einem Weidenberger Ortsteil) vorlegen; in einer Eilentscheidung beschloss das Gericht, dass die Gemeinde die Absperrung entfernen musste (was sie auch tat), eine weitere gerichtliche Prüfung, auch der fraglichen Eigentumsverhältnisse, fand nicht statt.
Inzwischen bekommt der Zirkus auch Wasser, an einer Lösung der Stromversorgung wurde gestern noch gearbeitet, so Verwaltungsleiter Roland Sieber, den die ganze Geschichte die letzten Tage in Atem gehalten hat. Sieber stellt Behauptungen klar in Abrede, die Gemeinde habe den Anliegern des Grundstücks untersagt, dem Zirkus Wasser und Strom zu geben: Das können wir gar nicht. Gegen den Beschluss des Amtsgerichts will die Gemeinde dennoch vorgehen. Am Gastspiel des Circus Williams ab heute in Weidenberg wird das zwar nichts ändern. Aber wir wollen gerichtlich festgestellt haben, dass man nicht so einfach über fremdes Eigentum verfügen kann, so Sieber. (Aufführungen heute, Freitag, und morgen, Samstag jeweils um 16 Uhr; Sonntag um 15 Uhr; Sonntag ist Familientag mit günstigerem Eintritt).
Zürich (CH) - Der Chef der traditionsreichen Schweizer Zirkusdynastie und ehemalige Lebensgefährte von Prinzessin Stéphanie von Monaco, Franco Knie (50), heiratet zum dritten Mal. Die Auserwählte ist die italienische Marketingexpertin Claudia Uez (38), die Knie bereits seit zwei Jahren kennt, berichtete die Boulevardzeitung «Blick».
Franco Knie hatte sich von seiner zweiten Frau Claudine nach 20 Jahren Ehe getrennt, um 2001 seine Beziehung mit der monegassischen Prinzessin ausleben zu können. Als diese in die Brüche ging, heiratete die Prinzessin 2003 in Genf den portugiesischen Zirkusartisten Adans Lopez Peres. Auch er gehörte zum Zirkus Knie.
Eigentlich wollte der Zirkus William an diesem Wochenende ja in Schönebeck Station machen. Doch nach besorgten Hinweisen aus der dortigen Stadtverwaltung auf mögliche Zirkusgegner und drohende randalierende Jugendliche zogen die Zirkusleute lieber weiter nach Gommern.
Gommern. Sieht man die lustig flatternden Fahnen auf dem bunten Zelt wehen, vermutet man nicht, dass die Zirkusleute auch mit Problemen zu kämpfen haben. Manchmal geht es um zurückgehende Besucherzahlen, manches Mal aber sogar um offenen Widerstand. Genau damit hatten die 30 Künstler des Zirkus William in Schönebeck zu kämpfen. „Zerrissene Plakate und der Hinweis aus dem Ordnungsamt Schönebeck haben uns bewogen, lieber doch nicht hier zu spielen“, berichtet Bauchtänzerin Maria Weber. Während des zweistündigen Zirkus-Programms fliegen ihr zwar Wurfmesser um die Ohren, aber sonst geht sie Angriffen lieber aus dem Weg.
Die spontane Bereitschaft der Stadtverwaltung Gommern kam da gelegen. Nun kommen die Gommeraner in den Genuss der Tigerdressur und der Hochseilakrobatik des Zirkusses, der bei Straußberg derzeit einen Freizeitpark aufbaut. Emus – eine Straußenart sind im Streichelzoo am Ehlemarkt auch zu bewundern.
Nun hoffen die Zirkusleute, mit ihren 100 Tieren angenehme Tage in der Ehlestadt verbringen zu können, ohne von angriffslustigen Zirkusgegnern oder vermeintlichen Tierschützern bedroht zu werden. „Unsere Tiere werden gut gepflegt“, betont Maria Weber. Außer den gezüchteten Tigern werden nur Tiere eingesetzt, die längst zu Begleitern des Menschen geworden sind. Kamele, Pferde, Dalmatiner und Rhesusäffchen gehören dazu.
Im südkoreanischen Seoul sind sechs Elefanten während der Vorstellung aus einem Zirkus ausgebrochen. In der Stadt sorgten sie für großen Aufruhr.
Sechs entlaufene Zirkuselefanten haben am Mittwoch in einem Stadtviertel der südkoreanischen Hauptstadt Seoul für Angst und Schrecken gesorgt. Eine 57-jährige Frau wurde vom Rüssel eines der Tiere leicht verletzt, als es durch eine Straße raste. Alle sechs Elefanten seien schließlich wieder eingefangen und zurück in ihren Stall in einem Freizeitpark im Osten Seouls gebracht worden.
Die Dickhäuter hätten während einer Zirkusvorstellung Reißaus genommen. Eines der Tiere sei wohl in Panik geraten und habe die anderen mitgerissen, erzählten Wärter. Die Elefanten seien danach durch die Nachbarschaft des Parks gerannt. Drei Elefanten hätten ein Restaurant verwüstet. Eines der Tiere wurde kurzfristig auf dem Gelände einer Polizeistation festgehalten. Das Stadtviertel wurde teilweise abgeriegelt.
Schloß Holte-Stukenbrock Deutschlands dickste Urlauber sind am Mittwoch im Hollywood- und Safaripark Stukenbrock im Kreis Gütersloh eingetroffen. Die fünf Elefanten Tony, India, Madras, Daisy und Mosley bringen zusammen 18 Tonnen auf die Waage und machen bis September in dem Park Ferien von der Zirkussaison, teilten die Betreiber am Mittwoch mit.
Die Familie gehört zum preisgekrönten "American Circus" und rollte im umgebauten Sattelschlepper nach einer internationalen Tournee aus Verona über die Alpen in Westfalen ein.
RAPPERSWIL (CH) - Weil sie giftige Akazienrinde frassen, sind im Kinderzoo des Zirkus Knie in Rapperswil fünf Ponys gestorben. Insgesamt wurden in der Nacht 18 Tiere mit schweren Vergiftungserscheinungen in die Pferdeklinik Zürich eingeliefert.
Bis 14 Uhr sind fünf Ponys an den Folgen der Vergiftung gestorben, wie Knies Kinderzoo mitteilte. Weitere vier bis sechs Kleinpferde befänden sich in einem kritischen Zustand.
Grund für die Vergiftung der Tiere ist eine Verwechslung von Akazienholz mit Weidenholz durch Kinderzoo-Mitarbeiter. Eine Einwirkung Dritter könne ausgeschlossen werden, heisst es weiter. Seit Jahrzehnten wird den Ponys im Kinderzoo in Zusammenarbeit mit der zuständigen Forstbehörde Weidenrinde zum Abknabbern gereicht.
Für einmal wurden in einem anderen Waldstück Holzstücke geladen. Dabei habe es sich um giftiges Akazienholz gehandelt, dessen Rindenstruktur derjenigen der Weiden zum Verwechseln ähnlich sehe.
In der Grosstierklinik in Zürich werden die vergifteten Tiere nun rund um die Uhr bewacht, teilte der Kinderzoo mit. Zudem sei in den Stallungen des Zoos eine Nachtwache installiert worden, die auf allfällige weitere Notfälle reagieren könnte. Die Kontrolle der Holzes, das den Ponys weiterhin zugeführt wird, werde verschärft.
Wie der Kinderzoo in Rapperswil mitteilte, führen nach Aussagen von Fachärzten des Tierspitals Zürich 150 Gramm Akazienrinde bei einem Pferd mit rund 600 Kilogramm Gewicht unmittelbar zum Tod.
ES-Zell (kf) - Noch bis Sonntag ist der Circus Barus in Esslingen zu Gast, seit gestern allerdings nicht mehr auf dem Gelände der Firma Robugen, sondern auf dem Festplatz in Zell. Den Umzug hat die Firma Robugen durch eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht erwirkt, weil sie beim Abschluss des Mietvertrags offensichtlich getäuscht worden war. "Ein Herr Frank Barus hat im Februar den befestigten Autoparkplatz unseres Firmengeländes für - wie er sagte - ein Marionettentheater für Kindergartengruppen und Bewohnern von Altenheimen zur Miete angefragt", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von Robugen-Geschäftsführer Matthias Mauz. Als das vermeintliche Marionettentheater in Zell eintraf, staunten die Mitarbeiter der Firma nicht schlecht: "Wir sahen einen großen Circus mit 50 Tieren und mehreren schweren Fahrzeugen über unsere Wiese furchen", so Mauz. Aus der Nachbarschaft gab es seitdem massive Beschwerden über Lärm und Gestank. Das Ordnungsamt verlangte daraufhin von Robugen, den Platz räumen zu lassen. Dieser Aufforderung kamen die Zirkusbetreiber allerdings erst nach, als der Gerichtsbeschluss am Dienstag vom Gerichtsvollzieher zugestellt wurde. Peter Frank, Pressesprecher des Circus Barus, stellt das Ganze als Missverständnis dar: Den Platz habe ein Bekannter der Zirkusbetreiber organisiert. Warum dieser den mobilen Zoo mit Pferden, Affen, Lamas und Zwergeseln verschwiegen habe, wisse er auch nicht. "So etwas ist uns jedenfalls noch nie passiert", versichert er. Allerdings ist nicht nur die Firma Robugen getäuscht worden. Auch das Ordnungsamt wusste nur von einem Marionettentheater. "Sonst hätten wir die Plakatierung nie gestattet, denn es ist klar, dass auf einem privaten Gelände kein Zirkus stattfinden kann", sagt Ordnungsamtsleiter Gerhard Gorzellik. Dafür sei schließlich der Festplatz da. Und genau dorthin ist der Zirkus gestern umgezogen, wo er nun bis Sonntag ganz legal auftreten darf.
KASTEL Zu einer Belastung entwickelt sich offenbar die Präsenz von Zirkus- und Unterhaltungsbetrieben, die in Mainz gastieren und in Kastel ihre Wagen parken.
Ortsvorsteher Heinz-Erich Krone (CDU) hielt den Mainzern vor, die Betriebe bewusst nach Kastel zu lotsen, um ihr Stadtgebiet vor störenden Einflüssen zu schützen. Bei einer Versammlung des Vereinsrings rügte der Ortsvorsteher außerdem, dass die Nachbarstadt Genehmigungen zum Plakatieren vergebe, die von den Show- und Zirkusbetrieben als Freibrief genutzt würden, um ihre Werbebotschaften ohne Lizenz auch in Kastel zu verbreiten. Jeder rufe, "zurück ins Reich", sagte der Ortsvorsteher in Anspielung auf die Identitätsprobleme. Doch die meisten Einwohner würden die Belastungen verkennen, die sich aus der Nähe Kastels zu Mainz ergäben.
Anlass seiner Bemerkungen sind die Begleitumstände des Gastspiels eines Zirkus in der Nachbarstadt. Das Unternehmen hatte seine Zelte in Mainz aufgeschlagen und versucht, seinen Wagenpark im Gewerbegebiet Petersweg zu parken. Nach Interventionen des städtischen Amts für Verkehrsüberwachung und Gefahrenabwehr zog der Zirkus seine Ausrüstung nach einem Tag wieder ab. Zwar habe sich die Situation in Wohlgefallen aufgelöst, berichtete Amtsleiter Carl-Michael Baum. Doch das Amt hätte nicht gezögert, wegen der schweren Wagen, die auf dem Trottoir abgestellt oder ins Grüne gefahren worden seien, nach dem Ordnungswidrigkeitsgesetz vorzugehen. Offenbar hätten die Mainzer den Zirkusleuten dann doch einen Ausweich"Ich habe meinen Augen nicht getraut, als der Zirkus die schweren Fahrzeuge in zwei Reihen entlang der Anna-Birle-Straße abgestellt hat", so skizzierte Ortsvorsteher Krone seinen Eindruck. Die Mainzer hätten ihre Zitadelle, die früher gerne als Abstellplatz genutzt worden sei, zu einem "Biotop" erhoben und redeten nun auf die Zirkus- und Vergnügungsbetriebe ein, doch über den Rhein "nach Mainz-Kastel zu fahren". Das Thema hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach für Diskussionen gesorgt, weil Vergnügungsbetriebe mit ihren Ausrüstungen auch im Laubenviertel am Berstädter Graben für Unordnung sorgten.
Verschandelt werde das Stadtbild auch durch die wild angebrachten Plakate. Während sich viele Kasteler für ein schönes Stadtbild die Beine ausrissen, so der Ortsvorsteher, gammelten die Werbeträger nach den Veranstaltungen oft monatelang vor sich hin. Neuerdings überprüfe die städtische Hilfspolizei, ob die Werbenden über eine Lizenz des Tiefbauamts zum Plakatieren verfügten. Wenn keine Genehmigung vorläge, würden die Plakate abgehängt und in einem Magazin des Tiefbauamts gelagert, wo sich die Papiere inzwischen stapelten.
Seine Kritik beziehe sich jedoch nicht nur auf Kastel, so Krone, sondern auf das ganze Stadtgebiet, wo alte Plakate einfach hängen blieben wie das an der Mainzer Straße, auf dem noch immer für die Veranstaltungen des Wiesbadener Youth Circus geworben werde.
MOMMENHEIM Die fünf indischen Elefanten, elf Haflinger und sieben Shetlandponys des früheren "Circus Giovanni Althoff" dürfen wieder auftreten. Die Stadt Osnabrück hat jetzt die Genehmigung dafür erteilt. Damit ist aus juristischer Sicht der Weg für eine neue Tournee frei.
Die neu gegründete GmbH und Co. KG, die unter dem Namen "Circusbetriebs- und Veranstaltungsgesellschaft Circuswelt International `Althoff präsentiert internationale Circus-Sensationen`" firmiert, ist seit Mittwoch beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister eingetragen. Das hat Prof. Dr. Ernst Fricke aus Landshut, der den Zirkus seit der Festsetzung auf der Oppenheimer Festwiese im Juli 2004 begleitet, der AZ mitgeteilt. Bei einem Ortstermin im Osnabrücker Rathaus hat Geschäftsführerin Bianca Buchard, begleitet von ihrem Lebensgefährten Corty Althoff und Rechtsanwältin Renate Resch von der Kanzlei Fricke in Landshut den Bescheid persönlich entgegengenommen.
Die Stadt Osnabrück habe aufgrund dieser neuen gesellschaftsrechtlichen Konstruktion keine Möglichkeit mehr, den Zirkus festzuhalten oder gar den Tierbestand aufzulösen, so Fricke. Das neue Unternehmen werde somit von den im vergangenen Jahr gegen den "Circus Giovanni Althoff" erhobenen Vorwürfen nicht tangiert. "Damit steht jetzt einem Neuanfang nichts mehr im Wege", freut sich der Zirkus-Anwalt. "Alle notwendigen Genehmigungen sind jetzt erteilt. Jetzt können alle Kräfte der Beteiligten darauf konzentriert werden, auf Tournee zu gehen und einem interessierten Publikum ein vielfältiges und buntes internationales Programm zu präsentieren."
Wann es tatsächlich losgeht, scheint allerdings offen. Was fehlt, ist vor allem Geld: In den vergangenen neun Monaten sind keinerlei Einnahmen eingegangen, an den Spielorten fallen jedoch schon vor einem Gastspiel Kosten an, außerdem muss die Ausstattung mit Zelten und Wagen vor einer Saison flott gemacht werden. Die Umsetzung der von allen Seiten gelobten, aber komplizierten juristischen Konstruktion kann im Alltag ebenfalls zu Problemen führen: Verantwortlich für den Tierbestand ist Corty Althoff, Eigentümer aber nach wie vor sein Bruder Giovanni Althoff. Zudem war die neunmonatige Pause für die Zirkusfamilie ungewöhnlich lang, das Warten auf ein Ergebnis der Verhandlungen mit den Behörden glich einem Wechselbad der Gefühle.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Christian Berg (Dolgesheim), würdigte indessen noch einmal die "enorme Leistung" der Menschen in Rheinhessen, die in den vergangenen Monaten die Versorgung der Tiere sichergestellt und sich auch um das Wohlergehen der im Zirkus beschäftigten Menschen gekümmert und sich vor allem eine eigene Meinung zum Zirkus gebildet hätten. Experten hätten inzwischen, so Berg, mehrfach bestätigt, dass der Zustand der Tiere mindestens so gut sei wie vor der Zwangspause.
In Bombay sind bei einem Brand vier Seelöwen, zehn Hunde und sieben Katzen des russischen Staatszirkus verbrannt. Zerstört wurden auch Requisiten des Zirkus, der vor einer Woche seine Tournee durch Indien beendete. Die Tiere und das Material sollten in den nächsten Tagen nach Russland zurück gebracht werden. Die Zirkusleitung vermutet Brandstiftung und forderte von den indischen Behörden eine gründliche Aufklärung des Geschehens.
Ingolstadt / Pfaffenhofen [D] Am übernächsten Wochenende gastieren der Circus "Barelli" und der Circus "Krone" in unmittelbarer Nachbarschaft, nur ca. 20 km von einander entfernt und somit im eigentlichen Einzugsgebiet bzw. Plakatierungsgebiet (üblicherweise bei beiden Unternehmen ca. 30km um den Gastspielort herum) des jeweiligen Gastspieles.
Der Circus "Krone" gastiert vom 14.-17.04.2oo5 im bayerischen Pfaffenhofen/Ilm, der Circus "barelli" vom 14.-24.10.2oo5 in nur 15km entfernten Ingolstadt.
Im Herbst wird es dann eine weitere Auflage des Showdowns geben: "Barelli" gastiert im Sept./Okt. auf dem zentralen Festplatz in Berlin, "Krone" dem vernehmen nach im Oktober für 3 Wochen in Berlin-Dahlem.
EIN MÜNCHNER IM HIMMEL - Nicht nur der legendäre Aloysius glänzte als Münchner im Himmel, sondern auch Freddy Nock, der Hochseil-Artist aus der Schweiz.
Am 31.März 2005 überquerte er 180 m von einem Kran zum anderen in der Fußgängerzone und das in 30 m Höhe. Nicht hoch genug, um den Bäumen inmitten der Fußgängerzone auch wirklich auszuweichen. Ein spannendes Event - mit glücklichem Ende und viel Applaus.
Ausgangspunkt war das Oberpollinger Haus am Karlstor, Endpunkt das Karstadthaus am Dom kurz vor der Münchner Frauenkirche. Unterstützt wurde das ganze durch zwei 48 t -Autokräne und eine Balancierstange mit 25 kg Gewicht
Hier einige Impressionen von den Vorbereitungen spät in der Nacht vom 30.zum 31.März sowie vom eigentlichen Event:
Bäcker spenden Gnadenbrot für Zirkustier Greiz (OTZ). Im Naherholungsgebiet Waldhaus wird es bald eine neue Attraktion geben: Auf dem nicht genutzten Sportplatz inmitten der großen Wiese soll ein Elefantenhaus mit entsprechendem Freilauf entstehen. Zur Vorgeschichte: Als sich im Februar diesen Jahres zwei Elefanten eines in Greiz gastierenden Zirkus auf dem Markt vorstellten, war bereits klar, dass Elefant Mombo ein Problem mit einem Bein hatte. Bald stellte sich heraus, dass es dem Tier immer schwerer fiel, in der Manege die Kunststücke vorzuführen. Also stand ein schwerer Abschied bevor, man wollte aber dem betagten Grautier noch einige ruhige Jahre gönnen. So klopften die Zirkusleute an der Greizer Rathaustüre an, weil ihnen zu Ohren gekommen war, dass es in Greiz ein gut funktionierendes Tierheim gibt. Vielleicht, so die Artisten, könnte das Tier hier sein Gnadenbrot erhalten. Denn eine Zukunft als Plastinat, wie sie Gunther von Hagens kürzlich in Greiz für eine andere Elefantenkuh beschrieb, damit konnten sich die Zirkusleute dann doch nicht anfreunden. Da der Greizer Bürgermeister schon einmal Elefanten auf dem Markt gefüttert hatte und mit großen Tieren ohnehin auf du und du steht, suchte er gemeinsam mit den Stadträten und dem Tierschutzverein nach einer Lösung. Waldhaus habe sich dabei geradezu angeboten. Auch die Futtergrundlage wäre gesichert, zumal zahlreiche Bäcker der Stadt signalisiert haben, ihre jeweils nicht verkauften Brote dafür abgeben wollen. Das doch recht kostspielige Projekt braucht allerdings, auch angesichts der schmalen Stadtkasse noch Sponsoren. Im Interesse des Elefanten, der auf ein neues Zuhause wartet, ist zu hoffen, dass das Haus eher fertig wird, als der Theaterneubau in der Neustadt.
Der Diebstahl von Baumaterialien ist in den vergangenen Jahren zum Leidwesen der häufig am wirtschaftlichen Minimum arbeitenden Firmen stark gestiegen. Auch für Auftraggeber ist dies mehr als ärgerlich, denn Nachtragsforderungen der vom Bauklau betroffenen Firmen sind die Regel.
Haldensleben (cb). Für die Umgestaltung des Haldensleber Marktplatzes greift die Stadtverwaltung als Auftraggeber zu einer ebenso ungewöhnlichen wie „löwenstarken“ Maßnahme: Die beiden Löwenmädchen „Hakuna“ (3) und „Matata“ (5) werden als Leihgabe des ortsansässigen Zirkus’ „Fliegenpilz“ ab heute jede Nacht innerhalb der weitläufigen Absperrungen ihre Runden drehen und so eventuelle Pflastersteindiebe von ihrem Tun abhalten.
„Dieser Schritt ist notwendig, weil, wie in der Bürgerschaft hinlänglich bekannt, ja Baumaterial von beträchtlichem Wert gelagert und verbaut wird. Da ergab sich der Gedanke wie von selbst. Wir haben mit dem Veterinäramt abgeklärt, dass die Größe des Platzes für eine artgerechte Löwenhaltung ausreicht“, erläutert Stadt-Pressesprecher Lutz Zimmermann. Lediglich ein Wetterschutz wurde als Forderung des Tierschutzes angemahnt. Doch auch dieses Problem wurde gelöst: Der umgesetzte Marktkiosk dient künftig als Unterschlupf für die Tiere. Dort werden Hakuna und Matata auch eingesperrt, während die Arbeiter auf der Baustelle tätig sind.
„Die Löwenhaltung verursacht natürlich wegen der Fütterung gewisse Mehrkosten. Wir rufen deshalb die Bürger zu Futterspenden auf. Diese können im Bürgerbüro abgegeben werden“, appelliert Zimmermann. Noch einen interessanten Nebeneffekt verspricht der Löwen-Einsatz neben mehr Sicherheit auf der Baustelle, nämlich mehr Interesse an der städtischen Internetseite www. stadt-haldensleben. de. Dort sind Hakuna und Matata ab heute in minütlich aktualisierten Bildern vom Marktplatz online zu bewundern.
Verkauf von Comic-Plakat soll Tieren des Zirkus´ Althoff helfen / Malwettbewerb für Kinder
MOMMENHEIM Die fünf Elefanten, elf Haflinger und sechs Ponys des früheren Zirkus Giovanni Althoff sind weiter auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Nach Aussage des Fördervereins "Freunde des Circus Giovanni Althoff" könne die Tournee noch nicht beginnen.
Eine besonders nette Überraschung legte das Comic-Zeichner-Duo Frankudo, in Rheinhessen bekannt durch seine bunten Geschichten um "Hermann, den Winzer", nun Fördervereinsmitglied Irene Krayer auf den Tisch: ein Elefanten-Comic in typischer Frankudo-Manier. Die witzigen Dickhäuter werden zugunsten ihrer echten Artgenossen vom Förderverein zum Verkauf angeboten - zunächst als Plakat, in den nächsten Tagen gibt es sie auch auf Tassen und T-Shirts. "Ich kann den Tieren kein Futter organisieren und kein Quartier - aber ich kann Comics zeichnen und ihr könnt sie verkaufen und so Geld für die Versorgung der Tiere bekommen", so Frank Seipel, der das Drama um die Zirkustiere seit Juli 2004 lebhaft mitverfolgt.
Bestellt werden kann ein Plakat zum Preis von fünf Euro direkt in der Elefantenhalle in Mommenheim, Ortegastraße 1, bei "Manni", dort werden in den nächsten Tagen auch die Tassen und T-Shirts ausgestellt sein. Einfach in die Liste eintragen oder unter Telefon (06133) 4668 oder (0177) 7334187 melden.
Alle Kinder, die es Frank und Udo nachmachen wollen, können an einem Malwettbewerb teilnehmen, Elefanten malen und das Bild mit Namen, Alter, Adresse und Telefonnummer versehen bei den Tierpflegern in Mommenheim abgeben. Einsendeschluss ist Samstag, 9. April. Die beiden "Mannis" spielen Jury. Der zweite und dritte Gewinner bekommt jeweils ein Plakat, und für das allerschönste Elefantenbild gibt es einen der süßen Kuschel-Elefanten, die der Förderverein in limitierter Auflage von der Firma Steiff herstellen ließ. Diese können auch zum Preis von 39 Euro käuflich erworben werden, die Bestellung erfolgt auf dem gleichen Weg wie die der Plakate.
Neben Geld- und Futterspenden werden auch Zweige und Äste benötigt - Gartenbesitzer, die ihre Abschnitte von Weide, Pappel, Hasel oder Birke eigentlich zum Wertstoffhof fahren würden, können sie zur Freude der Elefanten nach Mommenheim bringen. Holunder, Flieder oder Beerensträucher sind für die Tiere giftig.
Spenden für die Tiere können in die Box an der Wand im Elefantenstall oder auch auf das Konto bei der Sparkasse Mainz Sparkasse Mainz (BLZ 55050120), Kontonummer 120025515 eingezahlt werden.
Deutscher Zirkus durfte wegen fehlender Bescheinigung nicht in Bad Blumau auftreten.
Das war Schikaniererei vom Amt", empört sich Manuela Brumbach. Über Ostern wollte der deutsche Zirkus Brumbach in Bad Blumau gastieren, was an einem fehlenden Bescheid und 50 Euro scheiterte. "Man hat über meine Kinder ausrichten lassen, dass ich am Karsamstag um 14 Uhr 50 Euro bei der Bezirkshauptmannschaft Fürstenfeld einzahlen soll. Ich habe darauf hingewiesen, dass ich das nicht schaffe, weil das kurz vor der Vorstellung war." In der Folge wurden die bereits wartenden Zuschauer von der Gendarmerie nach Hause geschickt. Dass sie eine eigene Genehmigung brauche, habe sie nicht gewusst, so Brumbach. Sie habe ja eine des Landes vorzuweisen. Die habe sie problemlos erhalten.
Vorwürfe. Weil man die zuständige Fachabteilung 7C darum gebeten habe und die das am Karfreitag kurz vor zwölf Uhr gemacht habe, stellt Krista Harden, Leiterin des Sicherheitsreferates der Bezirkshauptmannschaft Fürstenfeld, klar. Die Vorwürfe von Brumbach weist sie entschieden zurück. "Mehr, als wir gemacht haben, war in der Kürze nicht möglich."
Termin. Brumbach sei erst am Karfreitag bei der Gemeinde erschienen. Bei der Zeltabnahme am Nachmittag sei niemand anwesend gewesen. Der Bürgermeister habe alle Augen zugedrückt. Für Karsamstag sei dann ein Termin zwischen 13 und 14 Uhr auf der Bezirkshauptmannschaft ausgemacht worden. Als niemand erschien, machte sich Harden mit allen Unterlagen auf den Weg nach Bad Blumau: "Ich hätte das gar nicht tun müssen und die Bescheinigung auch ausgestellt. Frau Brumbach hätte den Betrag auch nach der Vorstellung zahlen können. Aber sie hat ja nicht einmal den Versuch gemacht. Wir sind beim Zirkuszelt gestanden und sie hat nur vom Wohnwagen aus geschrien." Was Manuela Brumbach in Abrede stellt. Harden habe sie gar nicht beachtet.
Anruf. Die Referatsleiterin betont, dass man sie und den Bürgermeister später mehrfach angerufen habe und dann doch zahlen wollte: "Aber da war die Sache gelaufen. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wir sind ihnen nachgelaufen und dann führen sie sich so auf."
Gastspiel. Am 8. und 9. April will der deutsche Zirkus in Ilz gastieren. Harden sieht kein Hindernis: "Nur müssen die Leute schon vorher zu uns kommen."
Die Nase voll von dem ganzen Zirkus hatte offenbar ein Bär, der am Sonntag im sibirischen Kemerowo mitten in der Vorstellung des „Nikulin-Zirkus“ ausbrach. In einer nicht minder zirkusreifen Nummer durchbrach er ein dreifach verglastes Fenster und begab sich auf einen Stadtspaziergang. Nach der Durchquerung eines Flusses konnte er jedoch von drei Dompteuren und Helfern in einer Sackgasse eingefangen werden. Einer der Tierbändiger erlitt bei der Verfolgungsjagd leichte Verletzungen, als er auf den Spuren des Bären durch das zerschlagene Fenster sprang, berichtete ein Behördensprecher gegenüber Interfax.
Anläßlich des Jubiläums 100 Jahre Circus Krone und 100 Jahre Oberpollinger findet am Donnerstag, dem 31.März, um 11.00 Uhr ein großes Hochseil-Event in der Münchner Fußgängerzone statt.
Der Schweizer Freddy Nock wird quer von einem Haus
Oberpollinger zum anderen in 30 m Höhe 180 m in der
Fußgängerzone zurücklegen. Ausgangspunkt ist das
Oberpollingerhaus am Karlstor, Endpunkt das Karstadt-
Haus inmitten der Neuhauser Straße kurz vor der Münchner
Frauenkirche. Unterstützt wird das ganze durch zwei
48 t-Autokräne und eine Balancierstange von 25 kg Gewicht.
Kommen Sie - sehen Sie - staunen Sie , was der "Sir der
Sensationen" alles möglich macht.
Beginn des Hochseilaktes: 11.00 Uhr.
Parallel dazu werden auf der Show-Bühne folgende Events
von Circus Krone zu sehen sein:
STRÖHEN Der 37-jährige Sylvio Schwichtenberg hat schon als Kind den Geruch von Tieren geatmet, seitdem pulsiert in seinen Adern Circusblut. Er ist durch und durch Tierlehrer, arbeitet gleichermaßen gern mit Exoten und bei uns beheimateten Tieren. Im Naturtierpark Ströhen hat er bereits dicke Freundschaft mit den inzwischen 18-jährigen Elefantendamen "Kariba", "Macombe" und "Sambesi" geschlossen.
Vor gut vier Wochen trat Sylvio Schwichtenberg die Nachfolge des bisherigen Ströher Tierlehrers Timm Delbosq an, der nach zwölfjähriger erfolgreicher Arbeit im Naturtierpark eine neue Herausforderung gesucht und im dänischen Circus "Arena" andere Aufgaben übernommen hat.
Dem neuen Tierlehrer ist die weitläufige Landschaft in Ströhen nicht ganz unbekannt. Vor einigen Jahren weilte er schon einmal im Südteil des Landkreises, um im Gestüt einen Araberhengst zu kaufen. Durch die vorhandenen Kontakte zur Familie Ismer und eine funktionierende Kommunikation in der Circuswelt wurde er auf die frei werdende Tierlehrer-Stelle aufmerksam. Unverzügliche Verhandlungen endeten mit dem Ergebnis, dass Sylvio Schwichtenberg schon wenige Wochen später seine Arbeit als Tierlehrer in Ströhen aufnahm. Durch die Insolvenz seines bisherigen Arbeitgebers wurde dem 37-Jährigen die Entscheidung leicht gemacht. Zuvor zählte Schwichtenberg zu den Akteuren der bekannten Pferdeshow "Zauberwald". Vorher war er schon bei anderen circensischen Unternehmen in ganz Europa beschäftigt.
Für seine künftige Arbeit im Naturtierpark Ströhen hat sich Sylvio Schwichtenberg vorgenommen, bei den bevorstehenden Sonderveranstaltungen wichtige Show-Elemente seines Vorgängers Timm Delbosq ins Programm einfließen zu lassen und erst nach und nach eigene "Duftmarken" zu setzen. Derzeit laufen beim Tierlehrer und seinen Mitstreitern die Vorbereitungen für die rasante Show "Arabische Faszination". Karfreitag werden die Kosakenreiter erstmals mit schwingenden Säbeln durch die Manege galoppieren und der Tierlehrer selbst mit verschiedene Tiergruppen Freiheitsdressuren zeigen. Die Show läuft anschließend bis Mitte September täglich ab 15.30 Uhr in der Reithalle. Anschließend beginnen die Proben für den Weihnachtscircus, und zwischendurch möchte Sylvio Schwichtenberg eigene Vorstellungen in die Arbeit mit Tierkindern einfließen lassen.
Hinter dem 37-Jährigen, Spross eines deutschen Vaters und einer tschechischen Mutter, liegt ein bewegtes Circusleben. Seine Wiege stand in Neu-Strelitz in Mecklenburg. Sein Vater war damals im ehemaligen Staatscircus der DDR beschäftigt und arbeitete als Tierlehrer mit Wollschweinen, Eseln und exotischen Tieren. Klein-Sylvio wurde damals spielerisch an seinen späteren Beruf herangeführt. Nach der Schulzeit absolvierte er eine dreijährige Lehre zum Zoo-Facharbeiter, und später verdiente er sich seine Sporen als Tierlehrer. 1986/87 leistete er Dienst in der Armee und erfüllte damit die Voraussetzungen für Reisen ins westliche Ausland. Er erhielt er Engagements im Circus Busch-Roland und Hermann Renz. Mit Unterstützung des Vaters zeigte er Tierdressuren - u.a. mit Eseln und einem indischen Elefanten-Duo.
Sylvio Schwichtenberg hat sich im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte die Philosophie zu eigen gemacht, die natürlichen Fähigkeiten und Bewegungsabläufe von Tieren auszunutzen: "Elefanten beherrschen Drehungen und das Anfassen mit Rüsseln, Pferden liegt das Steigen besonders", weiß der 37-Jährige ebenso gut wie die Tatsache, "dass wir durch intensive Beobachtungen von Tieren viel lernen können".
Am vergangenen Mittwoch Abend fiel der argentinische Hochseilartist Enrique Baralle Martinez (31) vom Hochseil ca. 7m tief in die Manege - während der laufenden Abendvorstellung und vor ca. 350 Zuschauern im Circus "Royal" (Australien / Melbourne). Enrique balancierete gerade Fahrrad-fahrend seine Schwester auf seinen Schultern, als er an der Pedale abrutschte und stürzte. Seine Schwester wurde von der Sicherungsleine abgefangen und blieb unverletzt. Martinez mußte mit relativ schweren Verletzungen in das örtliche Krankenhaus eingeliefert werden.
Der Circus "Baronn" (Direktion Riedesel) hat in diesem Jahr den bekannten russischen Clown "Leonid Beljakov" mit seiner Hundeshow im Programm. Er bildet mit seinen Hunden mit einer neuen Art Komik den roten Faden im Programm mit insgesamt 5 Einlagen. Ferner sollen in diesem Jahr auch die Nord- und Ostseeregion sowie die neuen Bundesländer bespielt werden. [ Homepage ]
Löhne. Eine Szene wie aus einem Hollywood-Thriller: Auf der B61 kamen dem Polizisten Thomas M., der zu Fuß war, drei LKW, die nebeneinander fuhren, entgegen. Sie gehörten zu einem Zirkus. Die Fahrer wollten sich im Juli 2003 einer Fahrzeugkontrolle widersetzen. Dafür wurden die Brüder Klaus und Uwe Z. vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen je zu einer Haftstrafe von sieben Monaten auf Bewährung, 1.500 Euro Geldstrafe und einem Jahr Führerscheinentzug verurteilt.
Aufgefallen war die Zirkuskolonne, die auf dem Weg nach Bad Oeynhausen war, der Polizei bereits auf der B61 auf Herforder Gebiet, kurz vor der Stadtgrenze. "Vor uns fuhr ein Zirkuswagen schneller als erlaubt. Statt 25 mindestens 60 Stundenkilometer. Da die Wagen zu schnell unterwegs waren, wollten wir sie überprüfen", sagte Polizist Thomas M., der gemeinsam mit einem Kollegen aussagte. Die Überprüfung sei auf Höhe des Starenkastens kurz vor dem Kreisel, der zu Ratio abzweigt, möglich gewesen. Dort standen bereits weitere Zirkuswagen.
Auf dem Seitenstreifen ist die Situation nach Darstellung der Polizisten schnell eskaliert. "Drei Anhänger waren in so desolatem Zustand, dass wir sie stilllegen mussten. Weder Bremse noch Licht waren funktionsfähig", sagte Thomas M. Wegen der aggressiven Stimmung wurden mehrere Streifenwagen zu Verstärkung angefordert.
Während der Überprüfung hätten die Zirkusleute damit begonnen, Pferde und Kamele aus den Anhängern zu holen. "Wegen der hohen Temperaturen", sagte Uwe Z. vom Zirkus.
Die Polizisten befürchteten, dass die Tiere auf der Straße ein Chaos anrichten würden. Nachdem die Tiere wieder im Hänger waren, hätten sich die Brüder entschlossen, die Überprüfung abzubrechen, so die Polizei.
Die zwei und ein unbekannter Dritter seien in die Wagen gestiegen und nebeneinander los gefahren. "Plötzlich kamen acht Meter Stahl auf mich zu", erinnert sich Thomas M., der in der Mitte der Straße stand. Er sei dann zum Streifenwagen gerannt und habe ihn kurz vor dem Kreisel quer gestellt, so dass die Fahrt dort endete.
Die Brüder bestritten vehement und einer sehr temperamentvoll, dass sie auf den Polizisten zugefahren seien. Bestätigt wurde die Version der Polizisten von einem Zeugen, der in seinem Wagen an diesem Morgen in Richtung Herford unterwegs war. "Die LKW fuhren praktisch auf gleicher Höhe nebeneinander", sagte er Richterin Britta Kurhofer- Lloyd.
Die Richterin glaubte den Aussagen der Polizisten und dem Zeugen. Sie verurteilte die Brüder zu sieben Monaten Haft auf Bewährung, einem Jahr Führerscheinentzug und zu einer Geldbuße von 1.000 Euro.
Damit schloss sie sich in großen Teilen den Forderungen des Staatsanwaltes an. "Sie haben ihr Fahrzeug als Waffe benutzt, um die Überprüfung zu beenden", hatte dieser den Angeklagten vorgeworfen.
Die Brüder wollten sich mit dem Urteil nicht abfinden. "Hacken Sie mir einen Finger ab, aber nehmen Sie mir nicht den Führerschein weg", sagte einer der beiden Brüder, die sich jetzt in ihrer beruflichen Existenz bedroht sehen. Wahrscheinlich werden Rechtsmittel eingelegt.
Ob der Fischhändler Carl Claes Gottfried Hagenbeck sich eine Vorstellung von den Folgen seiner Idee machte, als er Anno 1848 sechs Seehunde im Waschbottich vor seinem Laden ausstellte? Gegen Geld, versteht sich. Hat der Heringshändler längst weiter gedacht, an eine Menagerie, an Zirkus, an einen Tierpark von Weltruf? Man kann darüber spekulieren, so wie der Mann dasteht auf einem Bild, zufrieden, selbstsicher und fröhlich über das Schnäppchen, das er mit dem Fehlfang der Finkenwerder Fischer machte. Denn die Kundschaft rannte dem findigen Fischhändler den Laden ein, um die Seehunde zu bestaunen. Die Grafik, die den Fischhändler mit den Robben zeigt, ist jetzt in einer Ausstellung über Hagenbecks Tierpark in der HSH Nordbank bis zum 2. September zu sehen. Fotos, Plakate, Gemälde, Bücher und Dokumente schildern die Geschichte des Unternehmens Hagenbeck durch Höhen und Tiefen und beschreiben den Wandel des zoologischen Gartens vom Besucherspektakel zur Kinderstube für bedrohte Tierarten.
Für Hagenbeck waren die Seehunde der Grundstein für eine "Handelsmenagerie", die er 1863 am Spielbudenplatz startete. Bereits 1859 hatte sich der damals 15jährige Sohn Carl gegen den Rat des Vaters gegen den Fisch und für den Tierhandel entschieden. Die Menagerie florierte und mündete 1874 in "Carl Hagenbeck's Thierpark" am Neuen Pferdemarkt 13. Dort konnte man auf einem 6300 Quadratmeter großen Grundstück exotische Tiere bestaunen. Hinzu kamen die sogenannten Völkerschauen, die Menschen und Tiere aus fernen Ländern in folkloristischen Szenen präsentierten - Beduinen, Nubier, Indianer, Kalmücken. Die zusätzliche Entwicklung von Zirkusvorstellungen war nur eine Frage der Zeit.
Aber Carl Hagenbeck dachte längst weiter. Er wollte Tiere nicht in Gehegen hinter Gittern präsentieren, sondern in einer Umgebung, die an ihre Heimat erinnerte. Die Idee ließ er sich patentieren. Das Tierparadies benötigte allerdings soviel Raum, daß er es in Hamburg nicht realisieren konnte. Fündig wurde Hagenbeck auf einem Kartoffelacker in Stellingen. Der Schweizer Bildhauer Urs Eggenschwyler entwarf dem Hamburger dann bis 1907 genau die Landschaften, die er sich für seine Tiere als fast natürliche Umgebung gedacht hatte. Aus Eisenkonstruktionen wurden die Strukturen gewoben, über denen aus Beton die heute charakteristischen Felsformationen wuchsen, in denen die Affen balgen und die Huftiere herumklettern. Die Ausstellung zeigt Bilder aus der Bauzeit, wie aus den Eisengerüsten die Landschaften wurden. Und man sieht, wie die Dinosaurier gebaut wurden, die aus der Vorzeit der Tierwelt berichten.
Hagenbecks Visionen brachten ihm höchste Anerkennung. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. kam gleich viermal zu Besuch in den Tierpark und ließ sich gnädig mit dem Gründer ablichten. Die Ausstellung berichtet auch über die Krisen des Familienunternehmens, wie Völkerschauen, Zirkus und Tierhandel aufgegeben wurden, wie der Krieg das Gelände in Stellingen verwüstete. Und heute? Die Hagenbecks haben die Idee des Gründers für artgerechte Gehege fortgeschrieben, zuletzt mit einem Paradies für die Orang-Utans, die sich für den Pavillon mit fröhlicher Familienplanung bedanken. Sibirische Tiger, Indische Elefanten, Südamerikanische Otter - das sind nur drei Beispiele für Tierarten, die in ihrer natürlichen Umwelt vom Aussterben bedroht sind und bei Hagenbeck für die Nachwelt gezüchtet werden.
Wien - Der weit über die Grenzen Österreichs bekannte Wiener "Schausteller-Seelsorger" Josef Franzl ist im 91. Lebensjahr gestorben. 1914 in Wien geboren wurde er 1938 zum Priester geweiht. Ab 1959 war Pfarrer Franzl als Schaustellseelsorger aktiv - und zudem Seelsorger für die Schiffer, Imker, Zimmerleute, Köche, Hoteliers und Gastwirte. Auch als "Zirkuspfarrer" war er bekannt.
Laut Erzdiözese Wien war Josef Franzl der Meinung, dass die bei Volksfesten und Kirtagen anzutreffenden Aussteller "den Segen Gottes besonders nötig haben". Der Wortgottesdienst mit Pfarrer Franzl gehörte im Wiener Prater seit Jahrzehnten zu einem gelungenen Saisonstart, im Oktober gab es dann den Dankgottesdienst.
Das Begräbnis beginnt am 6. April um 13.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Lueger-Gedächtniskirche auf dem Wiener Zentralfriedhof, anschließend findet dort die Einsegnung statt.
Ganz großer Zirkus in der Kölnarena: Roncalli kommt mit Artisten, Pferden und klassischem Orchester.
Die Kölnarena wird zur größten Zirkusmanege Deutschlands: Vom 8. bis 11. Dezember präsentiert der Circus Roncalli die eigens auf die Halle zugeschnittene Show „Circus meets Classic“. Zirkusdirektor Bernhard Paul und Arena-Chef Bernd Assenmacher versprechen eine „fantastische Melange aus Poesie, Spannung, Komik und musikalischem Zauber, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat“.
Die ersten Vorgespräche liegen fast zehn Jahre zurück - da war die Kölnarena noch gar nicht eröffnet. Gestern nun unterschrieb Zirkuschef Bernhard Paul den Vertrag mit Zirkus-Fan Assenmacher. „Wir waren halt noch nicht so weit. Die Arena war mir bislang eine Nummer zu groß.“ Doch nach gelungenen Experimenten im Konzerthaus in Dortmund, in der Münchner Philharmonie und einer riesigen Fabrikhalle in Österreich ist Paul sich sicher, mit der speziellen Roncalli-Atmosphäre auch die Kölnarena („Man begibt sich schon auf ein ganz anders Eis.“) füllen zu können. Zu klassischer Musik - das Roncalli-Orchester wird um 60 zusätzliche Musiker erweitert - sollen Pferdenummern dominieren. „Da kann man sicher mal eine richtige Herde laufen sehen“ sagte Paul und versicherte, alle bisherigen Pferdeshows, die in der Halle gastiert haben, toppen zu wollen. Auch die Artisten sollen in Dimensionen vorstoßen, die im normalen Zirkuszelt nicht erreicht werden können. „Ich denke an ein riesiges, lebendes Mobile mit fliegenden Menschen, die Musik machen.“
Für die Moderation und den Zusammenhalt zwischen musikalischen Hits und Zirkusattraktionen soll ein Clown sorgen, der Erfahrung mit der Unterhaltung von Zehntausenden hat. David Larible (47), der in den 1980er Jahren bei Zirkus Krone und bei Knie in der Manege stand und seit 15 Jahren mit dem amerikanischen Großunternehmen „Ringling Bros. and Barnum & Bailey“ durch die ganz großen US-Hallen tingelt, hat Paul fest zugesagt. Schließlich ist man ja verwandt: Larible ist der Bruder von Pauls Ehefrau Eliana. Viel mehr wollte Paul über das Programm, das das Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen Roncallis (von April 2006 an auf dem Neumarkt) einleiten soll, nicht verraten: „Die Zutaten wissen wir schon, aber noch nicht, wo wir die Gewürze herkriegen.“
Mörfelden, 22. März 2005. Mit der letzten Vorstellung des Münchner Showprogramms VIVACE – Best of Palazzo am 26. März endet die Palazzo-Saison 2004/05 mit einem neuen Rekordergebnis. Über 150.000 Besucher haben sich seit September 2004 von der erfolgreichsten Dinnershow Deutschlands in den Palazzo-Städten Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und München verzaubern lassen. Damit konnte der Veranstalter das Vorjahresergebnis von 120.000 Besuchern 2003/04 nochmals deutlich übertreffen. Die Planungen für die nächste Saison laufen bereits auf Hochtouren. Ab Oktober 2005 gastieren die nostalgischen Spiegelpaläste dann mit neuen Showprogrammen und einem neu-kreierten Vier-Gänge-Gourmet-Menü in München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf.
Bereits im vergangenen Jahr hat der Eckart Witzigmann Palazzo ein Rekordergebnis verbuchen können. Die Restaurant-Theater schafften damit 2004 den Sprung unter die TOP 100 der Gastronomie in Deutschland. food-service begrüßte den Eckart Witzigmann Palazzo als „prominentesten Newcomer im Ranking“: „Dass die völlig verrückten Restaurant-Theater von Witzigmann so sensationell gut laufen, darf als Bestätigung für zwei Thesen verstanden werden: Ja, Fine Dining mit einem Celebrity-Chef als Kultfigur lässt sich sehr wohl mit Marke und System multiplizieren. Und außerdem: Ja, es gibt eine Zukunft für Casual Fine Dining weit jenseits von billig.“ (Quelle: food-service, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main, 2. März 2005).
Der Vorverkauf für die kommende Spielzeit hat bereits begonnen.
Tickets und Informationen unter 01805 – 72 52 00 (12 Cent/Min. aus dem Festnetz der DTAG)
sowie im Internet unter www.witzigmann-palazzo.de .
Kommern (D) vom 26.03. bis einschließlich 03.04.2oo5 veranstaltet das Rheinische Freilichtmuseum Kommern einen historischen Jahrmarkt "Anno Dazumal" mit Kirmes aus der Kaiserzeit. Rund 70 historische Karussells, Schaustellungen, artistische Darbietungen und Kramstände sind extra dafür aufgebaut. Zudem wird die Hochseiltruppe "Geschwister Weisheit" Ihre waghalsige Hochseilshow präsentieren. [ Homepage ]
Saarbrücken (D) Der Puppenpalast aus Saarbrücken reist nach drei Jahren jetzt erstmals ohne die beliebte Kinderzaubershow des Kinderzauberers Devlin. Das Puppentheater wird nun allein von der Familie betrieben. Stephen Devlin reist nun allein als Zauberer mit seinem Erwachsenen-Programm. Devlin hat den Puppenpalast mit ins Leben gerufen und war mit verantwortlich für den Erfolg der letzten Jahre.
München (D) Circus Krone, der bis zum 3.April in seinem Münchner Stammhaus gastiert, wird am Karfreitag wegen des gesetzlichen Feiertages keine Vorstellungen geben. Der Krone-Zoo mit seinen 250 Tieren ist jedoch ganztägig von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Außerdem finden für alle Tierschau-Besucher ab 14.00 Uhr öffentliche Dressur- und Artistenproben in der Manege statt.
Vorstellungen über die Osterfeiertage sind wie folgt: Ostersamstag 15.00 und 20.00 Uhr,
Ostersonntag und Ostermontag: 14.30 und 18.30 Uhr.
Frei nach dem Motto "Osterzeit ist Circuszeit" feiert Krone zum ersten Mal seit 15 Jahren Ostern in seiner Heimatstadt München mit einer Reihe von Aktivitäten für die ganze Familie.
Hamburg macht es Familienzirkussen schwer. Das sagt Karl Lauenburger (42), Direktor vom "Zirkus Granada" aus Nordfriesland. "Nach Hamburg komme ich nie wieder", sagt der Zirkuschef. Grund: Er habe 210 Euro an die Stadt zahlen müssen, damit er 50 Plakatschilder aufstellen darf. Dann habe der Bezirk Altona, die Schilder bis auf 20 Stück entfernt. "Das ist geschäftsschädigend", sagt Lauenburger. Vier Tage lang gastierte der 30 Mitarbeiter große Zirkus am Holmbrook in Othmarschen. "Die Vorstellungen blieben leer, wir hatten keine 200 Zuschauer." Kersten Albers, Verwaltungsdezernent in Altona, kann sich nicht vorstellen, daß das Bezirksamt die Schilder entfernen ließ. "Wir haben da eine große Toleranzspanne."
Lam/Bay. Wald – Februar 2005, HEROS Holzspielwaren stellt auf der 56. Spielwarenmesse in Nürnberg die neue Circus Krone Edition vor. Rund ums Thema Zirkus gibt es eine Vielzahl an neuen, liebevoll gestalteten Figuren. In enger Zusammenarbeit mit dem Namensgeber entstanden zwei Startersets die Kinderaugen leuchten lassen. Als Überraschung liegt eine Kinderfreikarte für eine Circus Krone Vorstellung bei.
Basis für das bunte Treiben ist ein achteckiges Zirkuszelt. Es ist nach drei Seiten hin offen, hat ein abnehmbares Dach und ist mit wenigen Handgriffen aufgebaut. So haben auch die Freunde genügend Platz zum Mitspielen. HEROS hat bei der Entwicklung besonders viel Wert auf die Interaktionsmöglichkeiten der Spielfiguren gelegt. Die Viertelkreissegmente, die sich zur Manege fügen lassen, sind universell einsetzbar. Sie können ebenso als Wippe für die Clowns oder die Tierdressur einbezogen werden. Sicher vor den Übergriffen der mit Wasserspritzen bewaffneten Clowns, oder neugierigen, lang gestreckten Tierhälsen können die Kids spielerisch ihren eigenen Zirkustraum realisieren. Das 27-teilige Starterset enthält Zirkuszelt, Manege, Tribüne, Zirkusdirektor, Clown, Artisten und Tiere. Es wird durch das 7-teilige Zirkuswagenset ausgebaut. Dieses besteht aus Zugwagen, Artistenwagen, Raubtierwagen und einem Ladewagen.
Zirkus ist für alle Kinder ein besonderes Vergnügen. Aber jedes Kind hat dabei seine eigene Lieblingsnummer. Zirkusdirektor, Muskelmann oder Clown sein, Dompteur oder auch Akrobat – alles ist möglich. In Zusammenarbeit mit der Spielzeugdesignerin Nicole Däxl wurden qualitativ hochwertige Holzspielfiguren entwickelt, die es erlauben, große Menschen- oder Tierpyramiden zu bauen. Akrobaten können auf Tieren reiten und sogar waghalsige Kunststücke wie Kopf- oder Handstand und Hebefiguren machen.
Die Magie, die der Zirkus seit jeher auf Kinder ausübt, hat sich wohl auch auf die Erwachsenen übertragen. Entsprechend wurden die Holzspielfiguren liebevoll und durchdacht im heimischen Betrieb im Bayerischen Wald gefertigt. Wie immer wurde dabei auf hochwertiges Holz aus deutschem und österreichischem Bestand zurückgegriffen, welches aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Verarbeitet werden ausschließlich umweltfreundliche Lacke und Polituren auf Wasserbasis, welche gemäß der europäischen Sicherheitsnorm EN 71 speichel- und schweißecht sind. Die Circus Krone Edition ist ab Frühjahr 2005 im Fachhandel und im Circus Krone Fanshop erhältlich.
[ Homepage Firma HEROS ]

Die 7. Ausgabe des renommierten Circus-Nachwuchsfestival "International Circus Festival “City of Latina”" (Italien) steigt dieses Jahr vom 20.-24.Oktober 2oo5. Bewerber dürfen max. 21 Jahre alt sein, die vollständige Bewerbung incl. Video ist an nachfolgende Adresse zu richten:
MOMMENHEIM Die Elefanten sind fit für eine neue Zirkus-Tournee - nur zu kalt ist es ihnen noch für einen längeren Aufenthalt im Zelt. Anfang April will die "Circusbetriebs- und Veranstaltungs-GmbH", Nachfolgeunternehmen des "Circus Giovanni Althoff", wieder reisen.
"Wir machen gute Fortschritte", sagt Bianca Burchard, Geschäftsführerin der neuen zweigliedrigen Gesellschaft, einer in Deutschland bislang einmaligen juristischen Konstruktion. Die ersten Spielorte seien bereits angefragt, derzeit werde der genaue Tourneeplan erarbeitet. Was noch fehlt, ist die Eintragung der Kommanditgesellschaft (KG) ins Handelsregister - sie ist Voraussetzung dafür, dass die Stadt Osnabrück dem Zirkusunternehmen die Genehmigung für die Zurschaustellung der Tiere nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes erteilt.
"Von uns wird die Paragraph-11-Genehmigung kommen", versichert Jürgen Wiethäuper, Leiter des Ordnungsamtes in Osnabrück, auf AZ-Anfrage. Ein Schritt auf diesem Weg war die so genannte Sachkundeprüfung im Februar unter Aufsicht der Osnabrücker Amtsveterinärin sowie erfahrener Zootierärzte. Es sei zwar noch Spielraum für Verbesserungen vorhanden, zumal Corty Althoff erst seit wenigen Wochen für die fünf Elefanten seines Bruders Giovanni verantwortlich sei, doch sei die Prüfung bestanden, einer Genehmigung stehe nichts mehr im Weg, so Wiethäuper. Derzeit würden noch letzte Formulierungen abgestimmt - weil das juristische Fundament, das den Fortbestand des Zirkusunternehmens in neuer Form garantieren soll, absolutes Neuland ist, sei damit ein Lernprozess für Zirkus und Behörden verbunden. Allerdings hätten die Verantwortlichen in Mommenheim schon jetzt ein vorläufiges Schriftstück vorliegen, das ihnen erlaube, Verträge für die Angestellten und mit den Spielorten abzuschließen, so der Ordnungsamtschef.
Die Personen, die im Sommer 2004, als der Zirkus auf der Oppenheimer Festwiese gastierte, mit der Durchsuchung in die Kritik geraten seien, lebten zwar noch im Umfeld des Zirkus, seien aber "nur noch" abhängig Beschäftigte, stellt Wiethäuper klar: "Wir haben etwas völlig Neues. Es bleibt eben nicht alles beim Alten." Folglich belasteten die Vorwürfe von damals das neue Unternehmen nicht.
Die "Circusbetriebs- und Veranstaltungs-GmbH" ist nach Auskunft von Renate Resch, Anwältin bei der Kanzlei Fricke in Landshut, in Andernach eingetragen, die Kommanditgesellschaft soll ihren Sitz in Osnabrück haben. Die Antwort des dortigen Handelsregistergerichts sei "eine Frage von Tagen". Sämtliche Verträge, die jetzt von der GmbH abgeschlossen würden, könnten problemlos in die Kommanditgesellschaft mitgenommen werden. Ziel der zweigliedrigen Gesellschaft sei vor allem, die dauerhafte Versorgung der Zirkustiere - acht Elefanten, sechs Ponys und elf Haflinger - sicherzustellen, so Zirkus-Justitiar Prof. Dr. Ernst Fricke.
Das für die Gründung einer GmbH erforderliche Kapital von 25000 Euro sei vorhanden, so Anwältin Renate Resch. Der Zirkusbetrieb müsse vorläufig über Darlehen und Spenden finanziert werden, so lange noch keine Einnahmen erzielt würden.
Isen/Dorfen - Eigentlich wollte der Circus der Brüder Alois und Alfons Renz in dieser Woche sein Zelt schon in Lengdorf aufgebaut haben. Giovanni sollte seine Kunststücke mit dem Lasso zeigen, Dunja die Pferdenummer ansagen, die Mädchen graziös ihre Luft- und Bodenakrobatik vorführen. Doch ein kaputter Traktor hat ihre Pläne über den Haufen geworfen, und der kleine Circus sitzt mit seinen über 40 Tieren in Isen fest.
"Ohne unsere Arbeitsmaschine ist an ein Weiterkommen gar nicht zu denken", sagt Tamara Renz. Denn das Familienunternehmen, das seine Wurzeln auf den berühmten Zirkusgründer Ernst Jakob Renz zurückführt, braucht die Arbeitsmaschine, um das Viermastzelt aufzustellen, Futter zu holen und die Wohnwagen zu rangieren. "Gott sei Dank war ein Landwirt so freundlich, uns das Futter zu bringen", freut sich Tamara.
Doch damit sind nur die drängendsten Probleme gelöst. Denn keine Vorstellung zu geben, bedeutet für das Familienunternehmen, dass kein Geld eingenommen wird. "Wie wir die Tiere und uns die nächste Zeit über Wasser halten sollen, wissen wir nicht", sagen Dunja und Tamara. Weil sie eine schlechte Saison hinter sich haben, haben die beiden Familien versucht, auch im Winter Gastspiele zu geben, statt wie üblich die kalte Jahreszeit im Winterquartier zu verbringen.
Allein 140 Euro kostet das tägliche Heu und Kraftfutter für die Tiere. Jetzt hoffen die Circusleute, dass sie zumindest einen Teil ihres finanziellen Aufwands durch Auftritte in Schulen einnehmen können. "Schreiben Sie, dass wir Schulen suchen, in denen wir unsere Akrobatik zeigen können, und dass wir uns über Spenden riesig freuen würden", bitten die beiden Frauen, "denn unser Circus ist wirklich in Not".
Wer mit Futter oder Geld helfen möchte, kann sich unter (01 60) 1 03 63 38 mit dem Circus Renz in Verbindung setzen. Menschen und Tiere - unter ihnen das wenige Tage alte, in Isen geborene Dromedarbaby "Sarabu" - campieren am Volksfestplatz in Isen.
Pfungstadt: Am Mittwochmittag (09.03.05) hat ein 41-jähriger Mann aus Viernheim in Pfungstadt-Eschollbrücken an einer Wohnungstür auf Grund der Angabe, er sammle für ein Zirkus-Winterquartier in Darmstadt-Arheilgen, von einer 60-jährigen Frau aus dem Tulpenweg fünf Euro erhalten. Auf Nachfrage der Frau versicherte er, das Geld würde den Tieren zugute kommen. Die Frau erkundigte sich kurz darauf bei der Polizei in Arheilgen. Als sich herausstellte, dass dort kein Winterquartier eines Zirkus zu finden ist, erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei in Pfungstadt. Eine Streife entdeckte den Mann kurz darauf in der Darmstädter Straße. Er gab an, er wisse, dass dies nicht richtig sei, er brauche aber Geld. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Betruges ermittelt. Die Polizeistation Pfungstadt bittet mögliche weitere Geschädigte, sich mit ihnen unter der Telefonnummer 06157/95090 in Verbindung zu setzen.
Schon häufig war die Schaustellerfamilie Sperlich mit ihrem Kasperletheater in Hof. Bis zum Sonntag gastierte das „Kasperle“ wieder auf dem Volksfestplatz, doch vorerst wird die Familie Mario Sperlich nicht zum nächsten Gastspielort weiterziehen, sondern zu Hause in Riesa bleiben: Ein schwerer Schicksalsschlag hat sie getroffen.
HOF – Am vergangenen Donnerstag sind Georgio, 17 Jahre, und Liane Sperlich, 22 Jahre alt, bei einem Autounfall in der Nähe von Mannheim ums Leben gekommen. Die beiden der insgesamt drei Kinder der Familie waren in Mannheim beim Zahnarzt, um ihre Zahnspangen nachstellen zu lassen. Die Krankenkasse bezahlt Zahnspangen-Behandlungen – so war zu hören – nur, wenn stets der gleiche Arzt aufgesucht wird. Die Kinder befanden sich auf dem Rückweg, als der tragische Unfall passierte.
Beim Gastspiel in Hof seien zudem die Geschäfte schlecht gelaufen, so die Stadt Hof, so dass die Familie neben der persönlichen Tragödie nun auch noch in finanziellen Engpässen stecke. Aufgrund der kalten Witterung war das Puppentheater kaum besucht und habe deshalb seine Unkosten nicht mit dem Gastspiel decken können. Das Theater gelte als wirklich gerne gesehener Gast in Hof, mit dem es üblicherweise keine Probleme gibt. „Wir haben in den letzten Jahren mit dem Puppentheater nur gute Erfahrungen sammeln können, sie hatten auch immer die Kosten für Plakatierung und Platzüberlassung sowie Strom und Wasser ordnungsgemäß bezahlt, so dass wir im Gegensatz zu manch anderem Unternehmen keine Bedenken hatten, sie auch dieses Jahr zuzulassen“, ist seitens der Stadt zu hören.
Bürgermeister Eberhard Siller habe sich versichert, dass Pfarrrer Beck von der Lutherkirche mit den Angehörigen auf dem Volksfestplatz bereits Kontakt aufnimmt. Im Hofer Rathaus sei man sich einig darüber, die Familie ganz kulant zu behandeln.
Mit dem Bruder des Schaustellers Mario Sperlich, Henry Sperlich, wurde daraufhin gesprochen und ihm alle erdenkliche Unterstützung angeboten. Zugleich wurde ihm mitgeteilt, dass die Stadt Hof auf das Platzgeld verzichten wird. Unserer Zeitung gegenüber betonte Henry Sperlich in einem Telefonant, dass das Finanzielle nebensächlich sei, die menschliche Tragödie mache hilflos: „Wir holen unsere Familie erst einmal nach Riesa. Das ist alles so tragisch, da weiß man gar nicht, was man sagen soll.“ K. D.
Bei den winterlichen Witterungsverhältnissen machte das Kasperletheater der Familie Mario Sperlich keine guten Geschäfte in Hof. Nach dem schweren Schicksalsschlag ziehen die Schausteller nicht nach Bamberg, dem nächsten Gastspielort, weiter, sondern sie bleiben zu Hause in Riesa.
Dallas [USA] Das große Chapiteau des Piccadilly Circus mit immerhin 46 auf 105 m Durchmessern und knapp 20 Metern hohen Masten wurde dieser Tage aus dem Winterquartier des Circusses in Beaumont gestohlen.
Warburg [D] Zu einem schweren Lkw-Unfall kam es gestern früh um 2.45 Uhr auf der Autobahn 44 in Richtung Kassel kurz hinter der Anschlussstelle Marsberg-Meerhof.
Der Verkehr musste für mehrere Stunden umgeleitet werden, es entstanden Staulängen von bis zu sechs Kilometern. Bei dem Unfall blieb der 45-jährige polnische Fahrer eines Zirkus-Lkw aus Neustadt/Weinstraße unverletzt, zwei seiner Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Ein mit 18 Tonnen Kupferdraht beladener Sattelzug aus Wuppertal war auf ihr Fahrzeug aufgefahren und hatte es durch die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn gedrückt, wo es umstürzte.
Auch der 55-jährige Sattelzugfahrer aus Wuppertal blieb unverletzt, er war nach dem Aufprall mit seinem Lkw nach rechts in die Böschung gerutscht. Der Zirkus-Lkw verlor während des Unfalls seinen Anhänger, der auf der Fahrbahn Richtung Kassel zum Stehen kam.
Die Autobahn wurde in Richtung Dortmund von der Autobahnpolizei schnell wieder frei gegeben, die Fahrtrichtung Kassel war ab 12.30 Uhr einspurig und ab 14.30 wieder voll befahrbar. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 110.000 Euro.
Zeuthen (Dahme-Spreewald) [D] In der Nacht zum Sonntag bemerkte eine Anwohnerin in Zeuthen gegen 2.30 Uhr zwei auf der Miersdorfer Straße laufende Lamas. Diese waren aus dem Zirkus entflohen. Die Tiere konnten von den Mitarbeitern wieder eingefangen werden.
Denkendorf [D] Der Alptraum jeder Eltern wurde am letzten Donnerstag für Mario Sperlich (reisendes Kasperl-Zelttheater) war: Auf einen Schlag verlor er bei einem tragischen Verkehrsunfall beide Kinder (17 & 22). Die Kinder waren auf der Heimfahrt nach Besuch der Saisonpremiere vom Circus "Baronn" bei Denkendorf mit ihrem Auto tödlich verunglückt. CircusWeb.de spricht den Angehörigen sein herzlichstes und aufrichtiges Beileid aus.
Freiburg [D] 75 Transporte, 450 km, Eis- und Schneeglätte bei sibirischen Temperaturen, doch der Circus "Barelli" hat auch diese Umsetzung von Nürnberg nach Freiburg nahezu reibungslos in nur 3 Tagen termingerecht bewältigt.
Beim aktuell in Freiburg/Breisgau gastierenden Circus "Barelli" gibt es einige Neuerungen zu Berichten: Das ohnehin schon sehr gute Circus-Live -Orchester wurde von 11 auf 14 Personen aufgestockt, ebenso wurde die neue Dromedardressur von Franz Barelli von 4 auf 8 Tiere erhöht. Außerdem wurden für die Tiger der Familie Richter zwei neue, großflächige Raubtierwagen-Transportauflieger mit zahlreichen Auslegern in Betrieb genommen. Die bekannte Exoten-Nummer mit 3 Kamelen und 5 Stieren sowie einem Araber wurde für dieses Saison an den dänischen Circus Dannebrok vermietet.
Im September und Oktober 2oo5 wird Barelli auf dem Berliner Zentralen Festplatz zu sehen sein - zeitgleich mit dem Herbstfest auf besagtem Platz. Anschließend wird "Barelli" sein in 2oo3 sehr erfolgreiches Gastspiel in München wiederholen.
München, 04.03.2005. Am Sonntag, den 6. März 2005, wird der Eckart Witzigmann Palazzo den 50.000sten Gast der Münchner Saison 2004/2005 begrüßen. Damit setzt sich der Erfolgskurs von Deutschlands erfolgreichster Dinnershow auch im dritten Jahr in München ungebremst fort. Nach rund 40.000 Besuchern in der vergangenen Münchner Spielzeit wird in dieser Saison mit schon jetzt 50.000 Besuchern das Rekordergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen werden.
Jahrhundertkoch Witzigmann zeigt sich zufrieden über den Erfolg in seiner Wahlheimat: „In München gastieren wir zum dritten Mal und konnten jedes Jahr mehr Münchner mit unserem Palazzo begeistern. Mein Team und ich sind glücklich und auch stolz, dass wir jetzt, kurz vor Ende der Spielzeit, den 50.000sten Gast begrüßen dürfen.“
Stellvertretend für alle Münchner Gäste bekommt der 50.000ste Besucher am Sonntag vor Beginn der Show (zwischen 18.15 und 18.30 Uhr) ein ganz besonderes Präsent überreicht. Neben einer Flasche Moet und einen Blumenstrauß überreicht das Erfolgstrio VIVACE dem glücklichen Gewinner noch einen Gutschein über einen Palazzo-Besuch in Hamburg inklusive An- und Abreise und Übernachtung.
Noch bis zum 26. März 2005 können die Gäste in München an der Arnulfstrasse das rund 3,5-stündige Showprogramm „VIVACE – Best of Palazzo“ und das Vier-Gänge-Menü von Jahrhundertkoch Witzigmann genießen.
München / Landau an der Isar [D] Wie bereits an dieser Stelle berichtet, hat die Sparkasse von Landau/Isar die erste Vorstellung des Circus "Krone" gekauft und über seine Zweigstellen an die Kunden weiter verkauft. Jetzt ist es soweit: Bereits jetzt (!) sind die Karten für die Saisonpremiere restlos vergriffen! Hoffentlich ist dies ein gutes Omen für die Reisesaison!
Berlin-Wedding Die Vorwürfe der Tierschützer gegen den Zirkus "Fliegenpilz" haben sich nicht erhärtet. Auch eine unangemeldete Nachkontrolle durch das Veterinäramt des Bezirks am gestrigen Mittwoch ergab keine Beanstandungen, so Amtsleiter Joachim Bathe-Peters. Der Tierschutzverein Berlin hatte dem Schweizer Zirkusunternehmen, das derzeit auf dem Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm gastiert, vorgeworfen, wärmeempfindliche Tiere wie Giraffe, Elefant oder Zwergflußpferd in Zelten untergebracht zu haben, in denen nicht die geforderten Minimaltemperaturen dauerhaft erreicht würden. "Alle gesetzlichen Vorgaben werden von uns eingehalten oder sogar übertroffen", heißt es dagegen in einer Erklärung vom "Circus Fliegenpilz".
Essen [D] Der "Las Vegas Circus" der Familie Weisheit, der am heutigen Abend in Essen seine diesjährige Saisonpremiere feiert, verkündet stolz die Verpflichtung einer gemischen Raubtiergruppe mit einem Löwen, einem Tiger sowie drei Ligern (Mischlingen aus Löwen und Tigern).
[ Homepage ]
Berlin [D] Der Circus "Fliegenpilz" gastiert vom 16.03. bis einschließlich 13.04.2oo5 auf einem weiteren Platz in Berlin: Clayallee, Trumanplaza.
Dieses Vorgehen ist nach mir vorliegenden Informationen auch für dieses Jahr seitens des Circus "Krone" angedacht gewesen: Berlin sollte ggf. an zwei Standorten bespielt werden - was aber bis heute noch nicht genau fest stehen soll.
Berlin [D] Wegen des ungewöhnlich kalten und schneereichen Wetters hat der Circus "Berolina" seine für heute geplante Saisonpremiere kurzfristig abgesagt. Neuer Termin ist der 9. März, 19 Uhr. Ort: Berlin, Platz nahe der Kreuzung An der Wuhlheide/Spindlersfelder Straße. Die Tiere sollen vorerst im Winterquartier in Hohenschönhausen bleiben. Für den 12. März ist zudem ein Tag der offenen Tür vorgesehen.
Gronau. Tigerspaß in der Manege - keine Angst vor großen und kleinen Tieren - mit diesem Slogan wirbt der Circus Universal Renz. Gestern Morgen wurde aus Spaß urplötzlich bitterer Ernst: Als Tiger-Trainer Pietro Bizzaro (61) gegen 9.50 Uhr den Wagen der Raubtiere betrat, um eine defekte Seilwinde zu reparieren, fiel ihn das 16 Monate alte Männchen Kahn an, biss ihn in Arm, Bein und Bauch. Die Zähne des jungen Sibirischen Tigers hinterließen klaffende Wunden, die im Antonius-Hospital behandelt wurden. Genäht werden durften sie nicht - nach Tiger-Bissen müssen die Wunden wegen der Entzündungsgefahr von innen heraus heilen, erklärte Zirkus-Sprecher Frank Bergmann.
Die Zirkusmitarbeiter reagierten zunächst geschockt auf die Nachricht, dass der erfahrene Raubtiertrainer, der viele Jahre lang selbst als Dompteur in der Manege stand, von einem seiner Schützlinge gebissen wurde. Später wich der Schrecken der Erleichterung: Schon am Nachmittag wurde der 61-Jährige auf eigenen Wunsch aus dem Krankenhaus entlassen. Heute oder morgen wird er die Arbeit mit den Tigern wieder aufnehmen, sagte Bergmann.
Möglicherweise habe der Trainer, der täglichen Kontakt zu den insgesamt vier jungen Raubtieren habe, die vor 16 Monaten im Zirkus das Licht der Welt erblickten, die Gefahr unterschätzt, meinte der Renz-Sprecher. Das Gehege sei eindeutig das Revier der Tiger. Dort gelten ihre Regeln. Wahrscheinlich wollte ,Kahn nur spielen, mutmaßte Bergmann. Andernfalls hätte das Jungtier seinen Trainer auch töten können - trotz seines vergleichsweise geringen Körpergewichts von 60 Kilo. Ausgewachsene Sibirische Tiger-Männchen bringen es auf ein Gewicht von 300 Kilogramm und mehr.
Die vier Jung-Tiger werden auf die Zeit im Zirkus behutsam vorbereitet. Noch sind sie nicht vor Publikum aufgetreten. Dompteur Daniel Renz arbeitet in der Manege - von den Zuschauern durch einen Käfig getrennt - mit einer Gruppe von Tigern, die zwischen 10 und 14 Jahre alt sind. Seit Jahren ist mit den Tigern nichts passiert, sagte Zirkussprecher Frank Bergmann. Gleichwohl blieben kleinere Zwischenfälle bei der täglichen Arbeit mit rund 80 Tieren - darunter auch Schlangen und ein Aligator - nicht aus.
Wie mir erst jetzt bekannt wurde, verstarb bereits am 21.02.2005 der Seniorchef des Circus "Rene & Patrizia Althoff" im Schoße seiner Familie. Gestern wurde er als einer der letzten grossen Circusmänner Deutschlands der alten Garde unter großer Anteilnahme in der Familiengruft auf dem Darmstädter Waldfriedhof beigesetzt.
Ca. 300 Gäste gaben Ihm des letzte Geleit, Kondolenzschreiben und Trauerkränze kamen aus der ganzen Welt. An der Gruft gaben ein Sänger der Oper Darmstadt mit den Lied "Gwanto Gwanto" sowie Kalle Frank auf der Tropete mit den Lied "O mein Papa" und seine gesamten Enkelkinder mit dem Lied "Vom Anfang bis zum Ende reicht Gott dir seine Hände" die letzte Ehre. Der prächtige Kennedy Sarg wurde aus der Kapelle von seinen Söhnen, Schwiegersöhnen und Enkelsöhnen getragen. Die Branche trauert um einen der letzten großen Circusmänner der alten Garde, möge Er nach seinen aufregenden Leben mit Höhen und Tiefen in Frieden ruhen. CircusWeb.de spricht den Hinterbliebenen sein aufrichtiges und herzliches Beileid aus.
Wedding Scharfe Kritik am Schweizer Zirkus "Fliegenpilz" hat gestern der Berliner Tierschutzverein geübt. Der Verein warf dem am Zentralen Festplatz (Kurt-Schumacher-Damm) gastierenden Zirkus vor, kälteempfindliche Tiere wie Giraffe, Elefant, Zwergflußpferd und Zebras mitzuführen. Die Mindesttemperaturen von 15 sowie 18 Grad Celsius für die Unterbringung der Tiere würden nicht erreicht.
"Die Tiere sind unser wichtigstes Kapital, der Elefant darf nicht einmal einen Schnupfen haben", wies gestern Zirkuschef Bodo Hölscher "diese unwahren Behauptungen" zurück. Zwei der vier Stallzelte seien beheizbar, Pelikane, Papageien und Nashorn seien im festen Winterquartier untergebracht.
Joachim Bathe-Peters vom Veterinäramt Mitte bestätigte: "Bei der Abnahme des Zirkus gab es keine Beanstandungen der Tierhaltung". Bei einer Kontrolle gestern sei festgestellt worden, daß in einem Stallzelt das Heizungsaggregat ausgefallen sei. Alle kälteempfindlichen Tiere seien aber warm untergebracht gewesen.
Rheine. Frank Bergmann ist Postbeamter. Er sitzt gerade in seinem Büro, hinter ihm stehen dutzende der typischen gelben Transportboxen mit dem schwarzen Posthorn. So weit, so normal. Allerdings ist sein Büro nicht nur mit Computer und Akten ausgestattet: Es steht auf Rädern und befindet sich zur Zeit auf dem Elisabethplatz in Rheine in Form eines Zirkuswagens. Denn der 31-Jährige hat sein Hobby zum Beruf gemacht und die Postlaufbahn sausen lassen.
Früher habe ich meine Urlaube im Zirkus verbracht. Doch sechs Wochen im Jahr waren mir einfach zu wenig, erklärt er und lacht. Jetzt ist er für den reibungslosen Ablauf des Tourneeplanes und die Öffentlichkeitsarbeit des Circus Universal Renz zuständig. Pro Saison fährt der Zirkus etwa 60 Städte im gesamten Bundesgebiet an eine logistische wie planerische Herausforderung. Zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten liegen etwa 100 Kilometer, manchmal wird nach zwei Tagen schon wieder abgebaut. Für den Aufbau des Kuppelzeltes benötigt ein eingespieltes Team von rund 20 Arbeitern etwa sieben Stunden, beim Abbau geht es mit drei Stunden etwas schneller. Frank Bergmann dagegen muss dafür sorgen, dass dieser Aufwand auch mit viel Publikum belohnt wird. Hier in Rheine läuft das sehr gut und macht viel Spaß, berichtet er. Es bringt nämlich nichts, in Städten aufzutreten, die nur ihre Plätze vermieten wollen und nicht darauf achten, ob vielleicht schon der siebte Zirkus in einem Jahr dort Station macht.
Wenn Bergmann Besucher durch seine Zirkuswelt führt, leuchten seine Augen. Schon seit seiner Kindheit liegt ihm dieses Leben im Blut. Aufgewachsen in Volksen im Harz, einem kleinen Nachbardorf des ehemaligen Winterquartieres des Zirkus Universal Renz, zog es ihn schon immer zu den Artisten. Später, als Postbeamter, verbrachte er mit ihnen seinen Urlaub, ging mit auf Tour. Als ich dann meinen Eltern vor acht Jahren von meinen Plänen erzählte, waren sie natürlich nicht gerade begeistert, erinnert er sich. Und Bergmann gibt zu: Der erste Winter im Wagen war hart für mich. Denn der Zirkus tourt von Ende August bis Ende Juni, macht eine Sommer- statt einer Winterpause. Und trotz Heizung und Warmwasser ist eine feste Behausung schon etwas behaglicher. Trotzdem: Auf das abwechslungsreiche Leben will Bergmann nicht mehr verzichten. Wo sonst arbeiten soviele Menschen verschiedener Nationen so eng zusammen? Im Augenblick besteht unser Team aus 68 Mitarbeitern: Artisten aus Australien, Deutschland, Italien, Frankreich, Moldawien, Tschechien. Da ist es wichtig, dass sich alle gut verstehen. Damit immer wieder neue Attraktionen geboten werden können, verändert sich die Zusammensetzung des Teams alle zwei bis drei Jahre.
Momentan sind zwei gewichtige Gäste vom Zirkus Charivari mit auf Tour, der Winterpause macht: Piccoli und Saida. Mit 45 Jahren im besten Elefanten-Alter, sagt Bergmann und tätschelt einer der vier Tonnen schweren Damen im 15 Grad warmen Zelt den Rüssel. Als eine Familie mit zwei Kindern hineinkommt, tritt er zur Seite. Kommen sie ruhig näher, die tun nichts. Die achtjährige Laura Malchow hat damit kein Problem, während ihre Mutter lieber etwas Sicherheitsabstand wahrt. Die Tiere sind jedoch friedlich und scheinen sich wohl zu fühlen. [...]
München (D) Frei nach dem Motto "Parade der Circus-Favoriten erwartet Sie ein rundum beglückendes Spektakel mit großen Namen, spannenden Momenten und vielen prachtvollen Tieren, das keine Wünsche offenläßt. Die ganze Vielfalt des Circus und ein genial gemixter Cocktail für alle, die dem Lockruf der Manege erlegen sind.
Während einige der größten Zirkusartisten der Welt im Rahmen des diesjährigen Zirkusfestivals in Monte Carlo erstaunten und unterhielten, nahmen die Mitglieder der European Circus Association an einem ganz besonderen Ereignis teil - dem dritten Symposium des Verbandes, mit Rednern und Experten aus der ganzen Welt, die Themen von größter Wichtigkeit für den Zirkus behandelten.
Dank der Großzügigkeit seiner Hoheit Fürst Rainier III fand das Symposium im Grand Hotel, Monte Carlo statt. Zirkusdirektoren aus ganz Europa applaudierten den Rednern zu unter anderem folgenden Themen:
Marketing mit kleinem Budget ist möglich. Gaetan Morency und Shawn Kent des populären Cirque du Soleil teilten ihr Wissen und zeigten die Ergebnisse der gründlichen und zielgerichteten Kampagnen, die den weltweiten Vorstellungen von Soleil vorausgehen.
Das Europaparlament ergreift weitere Maßnahmen. Europarlamentarierin Doris Pack, eine treuer Fan der Zirkuskunst und Anwältin des Zirkus' als vitaler Volkskultur, erschien per Video, um die ECA zu informieren, daß das Kulturkomitee sie ermächtigt hatte, dem Parlament einen Report vorzulegen, aufgrund dessen die Europäische Kommission angewiesen würde, sich um die vielen Herausforderungen, mit denen sich die Zirkusgemeinschaft konfrontiert sieht, zu kümmern.
Laura van der Meer beschrieb den vor kurzem erzielten Erfolg traditioneller Zirkusse bei der Bekämpfung eines Referendums gegen wilde Tiere im Zirkus in Denver, Colorado. Auch diskutierte sie die strikten Verhaltensregeln der ECA in Bezug auf Tiere, die hohe Standards für Pflege und Behandlung stellt für alle Zirkusse, die mit Tieren arbeiten.
Antonio Giarola faßt zusammen, was die ECA in den 3 Jahren ihres Bestehens bisher erreicht hat, um eine Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen zu erreichen. Er erklärt nachdrücklich, was alles geschehen muß, damit der Zirkus und die Zirkusgemeinschaft die Zukunft haben, die sie verdienen.
Albert Ritter, Vizepräsident des europäischen Schaustellerverbandes, beschreibt die Erfolge für europäische Kirmesschausteller aufgrund eines 40jährigen Zeitraums der Kommunikation zwischen Schaustellern, nationalen Regierungen und der Europäischen Kommission, und er gibt der ECA Tips, wie sie ihre Arbeit fortsetzen kann.
Pierangelo Bernorio, Mitglied der Europäischen Kommission, DG SANCO, reiste extra von Brüssel an um einen Entwurf für ein System zu erläutern, das die Gesundheit von Zirkustieren, die in Europa reisen, sicherzustellen. Ebenfalls hörte er sich Kommentare und Sorgen von ECA-Mitgliedern an.
Der Unterricht für Zirkuskinder, ein essentielles Thema für unser aller Zukunft. Wouter Tuyn aus den Niederlanden und Annette Schwer aus Deutschland sprachen über die Erfolge und neuesten Entwicklungen beim Lernen auf Abstand für Kinder, die in reisenden Zirkussen aufwachsen.
Dieses dritte ECA-Symposium wartete ebenfalls mit der allerersten europäischen European Circus Business Ausstellung auf, eine Messe mit unter anderem Lieferanten von Big Tops, Bestuhlung, Gerüsten, Druckmitteln und Neuheiten. Die Messe, die im Grand Hotel stattfand, wurde sowohl von den Besuchern als auch von den Ausstellern als enormer Erfolg bewertet.
50-jähriges Betriebsjubiläum feierte Mitte Januar Gertrud
Bohnstedt, geb.Michaelsen vom Circus Krone. Sie kam 1955 als Mitglied der "Gerard-Truppe" zum größten Circus
Europas und tanzte sich erstmals durch das "Krone- Festival 1955".
1958 heiratete sie den Bereiter Alexander Bohnstedt, mit dem sie bis ins Jahre 2003 glücklich zusammenlebte.
Der Ehe entsprang die Tochter Stefanie.
1970 wechselte sie auf eigenen Wunsch "hinter die Kulissen" und arbeitet seitdem als Chefeinkäuferin.
Zusätzlich übernahm sie die verantwortungsvolle Tätigkeit an der Nachzahlkasse.
WWW (D/NL) Circusfans aufgehorcht: Aus den Niederlanden kommt ein neues vielfarbiges "Circus Photo Magazin" mit vielen hochwertigen und vielfarbigen Circusbildern aus der europäischen Circusszene. Gerade aktuell erschienen ist die Ausgabe Nr. 6 mit Bildern von den italienischen Zirkussen "Medrano/Embell Riva" sowie Circussen aus Tschechien, Portugal und Frankreich. Die Ausgaben 1-5 sind ebenso noch erhältlich.
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Ein letztes Mal hebt sich der Vorhang zur Manege. Tusch! Auftritt aller Artisten. Grell glitzert das Kleid der Schlangenfrau im Scheinwerferlicht, der Löwenbändiger lässt die Peitsche knallen. Es war eine große Show, Tiger, Löwen, Elefanten und der Zauber von Zuckerwatte und bunten Lichtern. Das Publikum klatscht. Zwischen den Artisten steht einer, der nicht glitzert oder funkelt. Er trägt einen grauen Anzug, der ein bisschen zu eng ist, dazu eine gestreifte Krawatte und ein blondes Kinnbärtchen – ein großer Junge, der sich an einem Mikro festhält. In der vorletzten Reihe zupft ein Mädchen seinen Vater am Ärmel: »Papa, wer ist das?« Der Junge in der Manege sagt leise in den Applaus: »Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder. Der Zirkus Busch-Roland wünscht Ihnen einen sicheren Heimweg.« – »Der Zirkusdirektor«, sagt der Vater in der vorletzten Reihe.
»Ich bin nicht so der Entertainer«, sagt Filip Geier-Busch von sich selbst. Er ist 22 Jahre alt. In dem Alter entscheiden sich andere, das Vordiplom noch ein Semester aufzuschieben. Geier-Busch ist verantwortlich für 60 Mitarbeiter, 3 Elefanten, ein halbes Dutzend Kamele und etwa 40 weitere Tiere. Er leitet ein mittelständisches Unternehmen, das ständig von Stadt zu Stadt zieht, stellt Shows zusammen, engagiert Artisten und kämpft gegen die Konkurrenz.
Am Morgen nach der Vorstellung sind die bunten Lichter aus. Über den matschigen Platz schlurfen Menschen in Jogginganzügen und holen sich im Restaurantwagen ihren Kaffee. Filip Geier-Busch krempelt die Ärmel bis zu den Ellenbogen hoch. »Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Zirkusdirektor werde«, sagt er. »Jedenfalls nicht so früh.« Als der alte Direktor, krank wurde, sagte er: »Ich mach’s nicht mehr«, erinnert sich sein Sohn. »Dann hat er mich gefragt: Willst du übernehmen?« Filip bittet seinen Vater um drei Tage Bedenkzeit.
Der Zirkus ist seine Kindheit. In der Manege lernt er als kleiner Junge jonglieren und in einem Wohnwagen mit den anderen Artistenkindern lesen und schreiben. Doch die Zeiten sind hart, irgendwann gehen der Zirkusschule die Schüler aus. Die Eltern schicken Filip zu Verwandten in ein Dorf in Süddeutschland. Zum ersten Mal in seinem Leben bleibt er längere Zeit an einem Ort, geht jeden Tag denselben Weg zur Schule, findet Freunde am Ort. Seine Eltern wollen, dass er etwas Anständiges lernt. »Damit er was in der Hand hat«, sagt seine Mutter. Filip lernt programmieren, wird staatlich geprüfter technischer Assistent für Informatik. In einem Praktikum ist er für ein Netzwerk von 60 Computern verantwortlich, die Arbeit macht ihm Spaß. Nach der Ausbildung geht er trotzdem erst mal zurück zum Zirkus. »So lange in einer Stadt, das macht mich nervös«, meint er. Dann wird sein Vater krank.
Filip Geier-Busch muss auf einmal eine Wahl treffen. Soll ich das Familienunternehmen übernehmen? Die Tradition fortsetzen? Oder eigene Wege gehen? In diesem Jahr werden nach einer Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung 71000 potenzielle Nachfolger in Unternehmen solche Fragen beantworten müssen. Die eigenen Interessen, das Wohl der Angestellten, die Wünsche der Väter – dazwischen einen Kompromiss zu finden ist schwer. Nicht immer geht es gut. Das Institut rät Unternehmern, einen Notfallplan vorzubereiten – falls der Sohn nicht weitermachen will.
Als kleiner Junge wollte Filip Geier-Busch nicht zum Zirkus. »Andere Kinder träumen davon, Clown zu werden«, sagt er. »Ich nie.« Filip wollte damals in einer Bank arbeiten oder Goldschmied werden. Auf jeden Fall nicht dasselbe wie sein Vater. Später kam das Interesse für Computer. Zirkusdirektor – das ist nicht gerade ein Traumjob für einen Informatiker. Und auch kein lukrativer: Wer heute noch einen Zirkus betreibt, tut das nicht, weil er damit ein gutes Geschäft macht. Es spricht viel dafür, einfach nein zu sagen. Doch er ist auch der letzte Spross einer Familie, deren Leben schon immer in der Manege spielte. 120 Jahre Jubiläum feierte Busch-Roland vergangenes Jahr. Und an seiner Entscheidung hängen Arbeitsplätze. Viele dieser Menschen kennt er schon, solange er denken kann. Kann man das einfach beiseite schieben? Filip Geier-Busch wählt ein Leben als Zirkusdirektor. »Wenn ich es nicht mache, wer dann?«, sagt er.
Im kalten Zelt riecht es nach Sägespänen, der Zeltmeister repariert einen Riss, den der Sturm in die blaue Plane gerissen hat. Als er Geier-Busch kommen sieht, zieht er die Mütze vom kahlen Kopf und deutet lächelnd eine Verbeugung an. »Der Herr Direktor!« Die beiden Männer wechseln ein paar Wort auf Polnisch. Filip Geier-Busch spricht Englisch, Tschechisch, Polnisch und Russisch – so gut, dass er sich ohne Probleme mit den Artisten und Zirkusarbeitern unterhalten kann.
Er ist jetzt der Boss, sagt »meine Leute« und »wir«, wenn er vom Zirkus spricht. Und auch wenn einige seiner Leute ihn schon als Kleinkind kannten: »Wenn ich was sage, dann passiert das auch.« Im Elefantenzelt scharren die großen Tiere mit den Füßen. »Sind die Möhren angekommen?«, fragt Geier-Busch den Dompteur. Der nickt. »Wie geht es dem Raubtierbändiger?«, fragt er. Vor zwei Tagen hat ihm der Löwe einen Hieb mit der Tatze versetzt. Er hat die Vorstellung noch zu Ende gebracht, sich danach verbinden lassen. Jetzt ist er im Krankenhaus, zur Nachuntersuchung. »Die Show muss weitergehen«, sagt Geier-Busch.
Die meiste Arbeitszeit verbringt er nicht bei den Raubtieren oder den Kamelen, sondern im Büro. In dem Wagen mit den Kassen hat er einen Verschlag, so klein, dass nur einer hineinpasst. Ein Laptop, Fotos seiner kleinen Schwester und jede Menge Aktenordner mit Aufschriften wie »Bilanz«, »Steuern«, »Verträge«. »Papierkram ist der größte Teil der Arbeit«, sagt er. Ein Zirkus zahlt wie jedes andere Unternehmen Steuern und Strom, muss mit der Stadt verhandeln, wann und wo er sein Zelt aufstellen darf. Das ist dann meist nicht mehr auf dem Marktplatz wie früher, sondern irgendwo am Stadtrand. Hierher, nach Dresden, kommt der Zirkus Busch-Roland jedes Jahr zu Weihnachten, ansonsten reist er quer durch den deutschsprachigen Raum. »Luxemburg ist schön«, sagt Geier-Busch. »Da kommen die Leute noch richtig gern.« Wenn das Zelt mit 400 Leuten gefüllt sei wie gestern Abend, sei das okay, sagt er. Es passen mehr als dreimal so viele hinein.
Als neuer Chef hat Filip erst mal die Mannschaft verkleinert. Dann hat er schnellere Wagen gekauft, damit der Zirkus auch über die Autobahn fahren darf, nicht nur über die Landstraße. Im Moment plant er die Tournee für 2009, bis dahin stehen alle Stationen fest. »Die großen Zirkusse sprechen untereinander die Reiserouten ab«, sagt er. Etwa zehn sind das, Roncalli vorneweg. Doch der Rest der etwa vierhundert anderen in Deutschland ist unberechenbar. »Die Kleinen bauen einfach irgendwo ihr Zelt auf«, sagt er. Wenn er Pech hat, kommt so ein Zirkus genau vor ihm in die Stadt und verdirbt das Geschäft. »Ich kann die Leute ja nicht von der Straße weg in mein Zelt zerren«, sagt er und lacht, »wenn ich es könnte, ich würd’s tun.« Die Preise für die Kinder hat er schon gesenkt. Die Erwachsenen zahlen 11 Euro für einen Sperrsitz und 29 Euro für einen Logenplatz direkt an der Manege. Kino ist billiger.
Wer Geier-Busch fragt, welchen Wunsch er gern frei hätte, muss lange auf die Antwort warten. »Wie Roncalli müsste man es machen«, sagt er schließlich. Busch-Roland müsste zum Markennamen werden, den die Leute kennen. »Das Wort Zirkus hat schon längst seine Magie verloren.« Doch Filip Geier-Busch glaubt nicht an solche Träume. Er ist Direktor – und das will er sein Leben lang bleiben. »Jetzt habe ich mich dafür entschieden, jetzt mache ich das auch.« Sollte er mal einen Sohn haben, könnte der sein Nachfolger werden, sagt er. »Aber vielleicht will der ja etwas ganz anderes machen.«
Düsseldorf (D)Der diesjährige Dortmunder Weihnachtscircus des Circus "Universal Renz" war ein voller Publikumserfolg und schon investiert Direktor Daniel Renz weiter in sein Unternehmen. So wurde dieser Tage der neue Krokodilwagen mit immerhin 13,60m Länge, Bassin und extra Heizungen in Betrieb genommen genauso wie ein neues Tierzelt: Ein Viermasten-Chapiteau mit 26m Durchmesser!
Seit dem Weihnachtscircus sowie noch bis Anfang März 2oo5 verstärken die beiden asiatischen Elfefantendamen "Pitoly" und "Saida" vom Circus "Charivari" das Programm. Die "hauseigene" Elefantendame "Maya" macht derweil Pause. Ferner wird das Programm mit der u.a. vom Circus "Roncalli" bekannten Drahtseilnummer von Massimo Sloberto verstärkt. Auch "Elli" - bekannt vom Circus "Carl Busch" ist in den nächsten Wochen im "UCR"-Programm mit ihrer Luftnummer zu sehen.
Die Reisesaison des "Circus Universal Renz" 2oo5 beginnt am kommenden Donnerstag in Düsseldorf.
Stuttgart (D) Nach 55 Vorstellungen, die von weit über 100.000 Besuchern gefeiert wurden, hat der 12. Weltweihnachtscircus seine Pforten geschlossen. Das prachtvolle Zelt auf dem Cannstatter Wasen wird abgebaut. Alle Mitwirkenden, insbesondere aber die Artisten und die Produzenten wollen sich auf diesem Wege beim fantastischen Stuttgarter Publikum bedanken.
Auch dieses Jahr vereinte die Millionenproduktion wieder das „Who is Who“ der internationalen Circuswelt in Stuttgart. Ausnahme-Artisten, Clowns, Akrobaten, Jongleure und Dompteure des Großen Chinesischen Staatscircus, des Russischen Staatscircus, der Barnum and Bailey Show, des Circus Knie und Gewinner internationaler Circusfestivals präsentierten ihre atemberaubenden Nummern.
Einige der Artisten sind bereits in Monte Carlo, wo sie am weltberühmten Circusfestival teilnehmen werden. Der andere Teil der 150 Artisten und Mitarbeiter ist auf dem Wege zu neuen Engagements oder auf der Heimreise. Allen ist gemeinsam, dass sie jederzeit wieder gerne zum Weltweihnachtscircus nach Stuttgart kommen würden, der längst zu den Highlights der europäischen Circuslandschaft gehört.
Am 14.12.05 heisst es dann wieder „Manege frei“ für den 13. Weltweihnachtscircus. Nach seinem Motto „nur Qualität garantiert den Erfolg“ wird der Produzent Henk van der Meyden dann wieder ein vollkommen neues Weltklasseprogramm präsentieren.
Das diesjährige Februar-Programm des Circus Krone beinhält nachfolgende Highlights:
Die tanzlosen Jahre sind vorbei. Nach sieben Jahren begeistern die 25 Tänzer mit ihren grünen Kappen auch im Circus Kronebau und zwar in jeder Vorstellung.
Die feschen Faßmacher tanzen wieder. Der zünftige Tanz der Schäffler erinnert an das schreckliche Pestjahr 1517 in München mit mehr als 15.000 Toten. Heute ist der Schäfflertanz der einzige noch bestehende öffentliche historische Münchner Handwerksbrauch.
Für die Unterhaltung der Besucher sorgen 25 Schäffler, 20 Tänzer, zwei Reifenschwinger, zwei Kasperl und ein
Fährich - sowie das Münchner Kindl. Zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches treten in Krones
100.Jubiläumsjahr zusätzlich die Münchner Schäffler auf. Ihr Auftritt hat Tradition, denn bereits seit mehr als
50 Jahren erfreruen sie im Circus Krone - wenn auch nur alle sieben Jahre - die Herzen der traditionsbewußten
Münchner.
Die diesjährigen Preisträger vom 29. Internationalen Circusfestival von Monte Carlo stehen fest und lauten wie folgt:
Agen (AFP) - In einem französischen Zirkus gibt es jetzt eine zoologische Rarität zu bestaunen: Dort brachten zwei verschiedene Löwenmütter zwei weiße Löwenbabys mit blauen Augen zur Welt. Wie der Verwaltungschef vom Zirkus Prein, Michel Clogençon, im südwestfranzösischen Agen sagte, wurden "Baron" und "Empereur" ("Kaiser") am 27. Dezember im Abstand von zwei Stunden geboren.
Die Mütter "Zemba" und "Islam" verstießen die kleinen Löwen innerhalb einer Woche, so dass sie nun von Dompteursgattin Anita Prein mit der Flasche aufgezogen werden. Die Zirkusfamilie habe ihren Augen nicht getraut, als beide Kinder des Löwen "Siam" auch Wochen nach ihrer Geburt eine weiße Haut und strahlend blaue Augen behielten, sagte Clogençon. Tierärzte und Experten glauben seinen Angaben zufolge an eine Pigmentstörung, wobei besonders erstaunlich ist, dass die jungen Raubkatzen unterschiedliche Mütter haben. Albinos sind die kleinen Löwen übrigens nicht; diese haben nämlich rote Augen.
Es fehlen eine Brosche, die ein Zirkuspferd darstellt und ein Collier aus Weißgold mit auffallendem quadratischen Verschluss (kl. Foto: Vergleichsstück aus Rotgold) sowie ein Armband, eine Halskette und Ohrringe.
Regensburg. Erste konkrete Spuren verfolgt die Regensburger Kripo in Bezug auf den Einbruch in einem Wohnwagen des Zirkus Barelli, bei dem bislang unbekannte Täter am Sonntag, 2. Januar zwischen 18.15 und 18.30 Uhr, Schmuck und Bargeld im Wert von über 100.000 Euro erbeuteten. Die Täter hatten sich gewaltsam Zugang zum Wohnwagen der Zirkuschefin verschafft und gezielt zwei kleine Koffer mit Eintrittsgeldern und wertvollen Schmuckstücken gestohlen. Zwischenzeitlich liegen Fotos von zwei markanten Schmuckstücken vor, die unter anderem in die Hände der Einbrecher gefallen sind. Zum einen fehlt eine Brosche, die ein Zirkuspferd darstellt. Das Schmuckstück ist ca. 8 x 7 Zentimeter groß und überwiegend aus Weißgold gefertigt. Für die Mähne des Pferdes und ein Federbüschel am Kopf verarbeitete der Goldschmied Rotgold und Brillanten (Hinweis: Das auf dem Foto abgebildete schwarze Pferd wurde nicht entwendet und ist nicht tatrelevant). Zum anderen wurde ein Collier aus Weißgold entwendet, dass in einer Gesamtlänge von ca. 60 Zentimeter gefertigt ist. Auffallend ist ein quadratisch ausgeführter Verschluss (Hinweis: Das Farbfoto zeigt ein Vergleichsstück, aus Rotgold gefertigt).
Die Täter erbeuteten auch ein als Unikat hergestelltes, geflochtenes Armband aus Rotgold mit drei ebenfalls in Gold gehaltenen Löwenkrallen und eine Halskette mit 20 identischen Löwenkrallen, sowie die passenden Ohrringe.
Mit der Tat in Zusammenhang gebracht werden die Insassen von zwei Autos der Marke Mercedes, die sich zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe des Zirkusgeländes, am Regensburger Dultplatz, aufgehalten haben. Beide Fahrzeug, ein dunkler Kombi und ein champagnerfarbener Pkw der E-Klasse, hatten ein Kennzeichen aus Ansbach (AN - ????). Während im Kombi zwei nicht näher zu beschreibende Männer -es ist lediglich bekannt, dass einer einen Oberlippenbart trug- warteten, saß im anderen Auto eine blonde Frau. Unmittelbar tatausführend dürfte ein ca. 30 - 40 Jahre alter, schlanker Mann mit dunklen kurzen Haaren und dunkler Kleidung gewesen sein, den Zeugen zu den wartenden Autos haben laufen sehen.
Die Polizei wendet sich mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:
* Wer kann Hinweise zu den beschriebenen Autos der Marke Mercedes geben, bzw. wer kennt Personen, die ein solches Auto mit Ansbacher Kennzeichen benutzen oder benutzt haben?
* Wer hat die beschriebenen Fahrzeuge und die Personen im Bereich des Zirkusgeländes am Regensburger Dultplatz oder sonst in Regensburg gesehen?
* Wer kann Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Schmuckstücke geben? Wo wurden diese evtl. zum Kauf oder zum Pfand angeboten?
Hinweise nehmen die Kripo Regensburg, Tel.: 0941/506-2620 bzw. -2681 oder jede Polizeidienststelle entgegen.
Wiesbaden (D) Ungewöhnlich genug, dass Kamele in einer mitteleuropäischen Stadt herumlaufen. Noch ungewöhnlicher aber, dass jemand sie für Pferde hält.
Ein Ausflug von sechs Wüstentieren hat jedenfalls am Sonntagmorgen in Wiesbaden für Aufregung gesorgt. Ein Autofahrer rief bei der Polizei der hessischen Landeshauptstadt an, auf der Straße stünden Pferde. Als die Polizisten zum angegebenen Tatort kamen, standen sie jedoch vor Kamelen statt Pferden.
Die Beamten trieben die Tiere in eine Sackgasse, scheiterten aber bei dem Versuch, sie einzufangen - deutsche Polizisten haben im Allgemeinen zu wenig Erfahrung im Umgang mit Wüstenschiffen. Mitarbeiter eines Zirkus' hatten da mehr Erfolg: Sie fingen die Tiere wieder ein. Nicht übermittelt ist allerdings, ob die Polizei den Autofahrer anschließen zu einem Alkoholtest gebeten hat.
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der renommierte Zirkus-Historiker Berthold Lang bereits am 13. Dezember 2004 im Alter von 69 Jahren in Wien verstorben. Die Beisetzung auf dem Friedhof Pötzleinsdorf fand laut Rathauskorrespondenz in aller Stille am 18. Jänner statt.
Lang widmete sein Leben der ehrenamtlichen Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Zirkus und der Clownfigur und fungierte von 1974 bis zu seinem Ableben als Leiter des „Circus- und Clownmuseums“ (heute: „Museum für Unterhaltungskunst (MUK)“) in Wien-Leopoldstadt.
Berthold Lang (1935 - 2004), dem 1988 der Berufstitel „Professor“ verliehen wurde, arbeitete im Hauptberuf als Prokurist in einem großen Tuchhaus, zuletzt war er Pensionist. Unermüdlich setzte er sich für „sein“ Museum ein. Als Verfasser zahlreicher Publikationen sowie als sachkundiger Gestalter von Ausstellungen in den Museumsräumlichkeiten und an verschiedenen anderen Orten hat sich Lang einen exzellenten Ruf als Zirkus-Historiker erworben.
Aus einer Privat-Sammlung machte der umtriebige Zirkus-Historiker, der zwischen 1999 und 2003 auch Präsident der „Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen“ war, ein gut besuchtes Museum mit gewaltigen Archiv-Beständen. Rund 100.000 Exponate besitzt das Museum, darunter alte Fotografien, Plakate, Requisiten, Kostüme, Programme, Bücher, Zeitschriften und Eintrittskarten. Ausgesuchte Stücke werden in einer Dauer-Ausstellung gezeigt, der Rest wird im Zuge wechselnder Sonder-Schauen präsentiert. Das „Museum für Unterhaltungskunst (MUK)“ soll in seinem Sinne weitergeführt werden.
SALZBURG Eine der letzten der Manege ist tot: In der Nacht auf Samstag ist die in Salzburg lebende letzte österreichische Zirkuskönigin, Manja Rebernigg, nach langer schwerer Krankheit in ihrem Heim in Salzburg im 92.Lebensjahr gestorben. Dies wurde am Sonntag mitgeteilt. Manja Rebernigg lebte vom Showbusiness zurückgezogen in Salzburg und wurde bis zu ihren Tod von ihren Enkelsohn Carlo Rebernigg betreut.
Manja Rebernigg führte mit ihrem - im Alter von 80 Jahren im Jahr 1983 in Salzburg - verstorbenen Mann, dem berühmten österreichischen Raubtier-Dompteur Karli Rebernigg, das berühmte Familienunternehmen von 1930 bis 1969. Im Jahr 1973 wurde das Unternehmen an die im Jahr 1995 gestorbene Elfi Althoff-Jacobi verkauft, die dieses Unternehmen zwanzig Jahre noch in Österreich erfolgreich bis zu ihrem Tode weiterführte. Mit dem Ableben von Manja Rebernigg, ist eine der größten österreichischen Zirkustradition zu Ende gegangen.
Darmstadt (D) Unbekannte Täter haben in Südhessen ein komplettes Zirkuszelt für 600 Personen gestohlen. Das Zelt des Varieteetheaters Da Capo im Wert von rund 250.000 Euro lag verpackt auf einem Sattelauflieger in einem umzäunten Hof in Münster im Landkreis Darmstadt-Dieburg, wie das Polizeipräsidium Südhessen am Freitag mitteilte. Der Diebstahl ereignete sich ersten Ermittlungen zufolge bereits in der Nacht zum Donnerstag.
Vermutlich hebelten die unbekannten Täter das elektrische Eisentor aus der Verankerung und fuhren mit einem LKW auf das Gelände. Das Zirkuszelt besteht laut Polizei aus mehreren einzelnen Pagodenzelten, 14 Luftmotoren für Hüpfburgen, einem Lichtpult, Endstufen für Lichttechnik sowie 40 Scheinwerfern
| Uppss, da ist mir und meinem Spider ein Fehler unterlaufen. Die nachfolgende Presseerklärung von "Vier Pfoten e.V." gab es tatsächlich - jedoch schon am 31.01.2oo3 / 11.48 Uhr !! Ein alter Hut somit, doch trau schaum wem. Mir hätte es ja auch bei dem Satz "bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, ... Minister Sinner" schwanen müssen, daß es sich um eine veraltete News handeln müsste. Minister Sinner ist meines Wissens bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten. Ich bitte um Nachsicht und warne trotzdem zur Umsicht! Salto vitale! |
Hamburg (ots) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat heute vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz die Zusage erhalten, dass sich das Land Bayern für ein Haltungsverbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus einsetzen wird. Die Angelegenheit soll in der nächste Sitzung der Arbeitsgruppe Tierschutz der Länder behandelt werden. Ziel ist, so Minister Sinner in einem Brief an VIER PFOTEN, "mit den Ländern über eine gemeinsame Bundesratsinitiative und den konkreten Inhalt eines Verordnungsentwurfs zu sprechen."
Originaltext von: Vier Pfoten e.V.
Im vergangenen Jahr hatte Hessen angekündigt, einen Antrag für ein Verbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus in den Bundesrat einzubringen. Obwohl ein derartiges Verbot bei vielen anderen Bundesländern auf Zustimmung stößt, blieb die hessische Landesregierung aber bisher untätig.
"Wir begrüßen die Reaktion Bayerns auf unseren Appell, in dieser Sache die Initiative zu ergreifen," erklärt Robert Kleß, Wildtier-Experte von VIER PFOTEN. "Damit rückt ein Ende der unzumutbaren Wildtierhaltung in Zirkussen wieder in greifbare Nähe."
Das kürzlich bekannt gewordene Schicksal des Zirkuselefanten Rani belegt die Notwendigkeit eines solchen Verbotes. Die Elefantenkuh hatte sich im vergangenen Sommer in der Manege das Bein gebrochen. Nach der Operation verschlechterte sich der Gesundheitszustand des schwergewichtigen Tieres in der Obhut des Zirkusbetriebes Harlekin zunehmend. Im Januar musste der Elefant eingeschläfert werden.
"Im Zirkus sind solche Schicksale von Wildtieren kein Einzelfall. Zirkusbetriebe sind auf Mobilität eingestellt und stehen häufig unter hohem finanziellem Druck. Eine artgemäße Unterbringung der Tiere kann überhaupt nicht gewährleistet werden," betont Robert Kleß.
Tiere wie Elefant, Giraffe und Flusspferd sind Wildtiere, auch wenn sie in menschlicher Obhut geboren und aufgewachsen sind. Sie haben ähnliche Bedürfnisse wie ihre in freier Wildbahn lebenden Artgenossen. Neben den mangelhaften Haltungsbedingungen bergen im Zirkus vor allem die ständigen Ortswechsel und die damit verbundenen langen Transporte Strapazen für die Tiere. Auch die Dressuren sind fragwürdig, denn das Tier muss sich dabei stets dem Willen des Menschen unterwerfen. Die erlernten Kunststücke widersprechen oftmals den Instinkten und dem natürlichen Verhalten der Tiere. Verhaltensstörungen, wie beispielsweise das Schaukeln des Kopfes beim Elefanten, sind deshalb häufig bei Zirkustieren zu beobachten.
"Wildtiere gehören nicht in den Zirkus, deshalb fordert VIER PFOTEN ein entsprechendes Haltungsverbot," erklärt Robert Kleß.
Das unvorstellbare Leid der unzähligen Reisenwellen-Opfer in Asien geht auch nicht an der deutschen Circusszene "Sang- und Klanglos" vorbei. Zahlreiche Circusunternehmen veranstalten dieser Tage Benefiz-Veranstaltungen:
ENSCHEDE (NL) Die Preisträger des diesjährigen "9. Internationalen Circusfestival Nederland" stehen fest:
Wien (A) (OTS) - Beim jährlichen gemeinnützigen Punschausschenken der Blutspendezentrale des Wiener Roten Kreuzes und der Polizei - Sicherheitswache des 15. Bezirks beteiligten sich heuer auch die "Helfer Wiens" und betreuten den Punschstand vor der Wiener Blutspendezentrale im 4. Wiener Gemeindebezirk einen ganzen Tag im Advent.
Die gesamten Einnahmen wurden heuer für die Familien im Wohnungslosen-Haus "Kastanienallee" verwendet. Diese wurden als "verspätete Weihnachtsüberraschung" am Donnerstag zu einer Vorstellung in den Zirkus Louis Knie - inklusive Getränke und Popcorn - eingeladen.
Von 25. November bis 23. Dezember betreuten unterschiedliche Organisationen bzw. Personen diesen Punschstand und unterstützten dadurch die Aktion, den Reinerlös wohltätigen Zwecken bzw.
Bedürftigen zur Verfügung zu stellen.
Als besonderes Service wurden die Familien - ca. 300 Personen - von Bussen der Wiener Linien zum Zirkus im Auer-Welsbach-Park geführt und nach der Vorstellung wieder abgeholt.
WENDLINGEN. Seit 28. Oktober sitzt der Zirkus Barus der Brüder Stefan und Wolfgang Frank auf dem Festplatz am Schäferhauser See in Wendlingen fest. Die ursprünglich erteilte Aufenthaltsgenehmigung bis 17. November 2004 ist längst abgelaufen. Und längst aufgebraucht ist auch die vom Zirkus hinterlegte Kaution von 800 Euro für die Platzmiete, für Wasser und Strom. Jetzt hat der Zirkus auf Drängen vom 25. Dezember bis 2. Januar Gastspiele gegeben und unter dem Motto "Wendlinger Weihnachtszirkus" durchaus ansprechende Vorstellungen präsentiert. Ob das so erwirtschaftete Geld aber ausreicht, um Mensch und Tier über die Zeit des Winters zu bringen? Und wo schlägt der Zirkus sein Winterquartier nach dem 10. Januar auf? Dann läuft die von der Stadt Wendlingen gesetzte Frist für den Festplatz aus. Ob die Umsiedlung auf ein Gelände der Wendlinger Firma HOS am Neckarweg in Köngen klappt, war gestern nicht zu erfahren.
Was die Nutzer des Festplatzes in Wendlingen zu bezahlen haben, wird von der vom Gemeinderat der Stadt erlassenen Gebührensatzung geregelt. Für Zirkusgastspiele werden wöchentlich 100 Euro abgerechnet. Um die Finanzierung des Strom- und Wasserbedarfs zu sichern, wird vorab eine Kaution verlangt. Die Kaution für den Zirkus Barus betrug 800 Euro. Diese Gelder sind längst aufgebraucht, bestätigte uns auf Nachfrage Pressesprecherin Dörte Rupp von der Stadtverwaltung. Der Wasser- und Stromverbrauch sei vor allem auch durch die Tierhaltung des Zirkus sehr hoch. Die Kaution ist also längst aufgebraucht. Über die Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten mag im Rathaus niemand Auskunft geben. Die Amtsleiter sind seit der Neuregelung der städtischen Pressearbeit im November 2004 vom Bürgermeister mit einem "Maulkorberlass" zum Schweigen verurteilt und Pressesprecherin Dörte Rupp beschränkt sich bei der Frage der Finanzierung darauf hinzuweisen, "das hat Bürgermeister Ziegler zur Chefsache erklärt". Und der ist bis 10. Januar in Urlaub.
Von der Stadt Wendlingen wurde dem Zirkus die Auflage gemacht, bis 10. Januar den Festplatz zu räumen. Die Stadtverwaltung habe sich bemüht, für den Zirkus ein Ersatzgelände zu finden. Verhandlungen mit der Firma Otto (HOS) über ein Firmengelände am Neckarweg in Köngen seien von der Stadt in die Wege geleitet worden. Geführt werden müssten diese Verhandlungen aber vom Zirkus selbst. Vom Ergebnis dieser Verhandlungen zwischen Zirkus und HOS wisse man nichts, antwortet Dörte Rupp auf Anfrage.
Wolfgang Frank vom Zirkus Barus geht davon aus, dass das Wendlinger Ordnungsamt die Platzfrage in Köngen regelt. Mit dem Geld, das durch die Vorstellungen zum Jahreswechsel in Wendlingen eingenommen wurde, habe man alte Futterschulden beglichen, bestätigte der Zirkuschef. Wie man Strom und Wasser für die Zeit des Winterquartiers finanziere, "muss man noch sehen". Mit weiteren Auftritten der Artisten in Schulen oder in Altenheimen wolle man versuchen, den Lebensunterhalt so lange zu bestreiten, bis neue Gastspiele nach der Winterpause möglich werden. "Wir wollen nicht hoffen, dass wir Sozialhilfe beantragen müssen", so Wolfgang Frank gestern im Gespräch.
Siegfried Knecht vom Wendlinger Unternehmen HOS bestätigte gestern die Bereitschaft der Firma, ihr Gelände auf Köngener Markung dem Zirkus kostenlos bereitzustellen, wenn die Gemeinde Köngen damit einverstanden ist. Er wartet in dieser Sache auf einen Termin, den die Wendlinger Ordnungsverwaltung mit allen Beteiligten festlegt, und er rechnet auch damit, dass die Wendlinger Stadtverwaltung das Einverständnis der Gemeinde Köngen einholt. Köngens Bürgermeister Weil, der sich ebenfalls in Urlaub befindet, hat nach Auskunft der Firma HOS sein Einverständnis erklärt unter der Voraussetzung, dass die Stadt Wendlingen den Platz nach dem Abzug des Zirkus wieder in Ordnung bringt. Im Köngener Rathaus konnte zu dieser Frage gestern niemand Auskunft geben.
Das Hickhack um den Standort für das Winterquartier des Zirkus Barus lässt Erinnerungen wach werden an eine leidige Erfahrung der Gemeinde Oberboihingen. Dort war im Herbst 1997 der Zirkus Saltomortale von Regina und Reinhold Frank nach einem kurzen Gastspiel gestrandet. Die Gemeinde Oberboihingen musste am Ende viele zigtausend Euro aufbringen, bevor der Zirkus im Frühjahr dann endlich weiterzog. Am Ende übernahm der Landkreis einen Teil der hohen Kosten für Sozialhilfe und für die Reparatur der nicht mehr fahrtüchtigen Fahrzeuge. Alle Versuche der Gemeinde, für den Zirkus ein Winterquartier zu finden, schlugen fehl. Am Ende wurde aus Gründen des Tierschutzes ein Teil der Tiere weggenommen. Alle Versuche der Gemeinde Oberboihingen, Land und Bund mit in die Verantwortung zu ziehen, schlugen fehl. Der damalige Innenminister des Landes erinnerte im April 1998 an die alleinige Zuständigkeit der Ortspolizeibehörde der jeweiligen Gemeinden.